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Gefühle geben uns Hinweise — Psychologie, 4–6 Jahre

Gefühle können zeigen, dass etwas wichtig oder sicher ist oder Aufmerksamkeit braucht. Sie sind Hinweise, aber keine Befehle, denen man immer folgen muss.

Ein Gefühl ist ein Hinweis

Ein Gefühl ist die Reaktion von Körper und Gedanken auf das, was passiert. Angst kann zum Langsamsein auffordern, Freude zeigen, dass etwas wichtig ist, und Ärger auf eine Ungerechtigkeit hinweisen. Das Gefühl gibt einen Hinweis; was wir tun, entscheiden wir selbst.

Warum helfen Gefühle?

Wir müssen Gefahr bemerken, Gutes willkommen heissen und um Hilfe bitten, ohne lange nachzudenken. Gefühle sind schnelle Nachrichten von Körper und Gehirn. Sie können helfen, aber ein starkes Gefühl kann auch ein kleines Problem riesig erscheinen lassen.

Ein Gefühl in Aktion

Mia hört in der Küche einen lauten Knall und bekommt Angst. Sie bleibt zuerst stehen und geht weg, statt hinzulaufen. Dann erzählt sie einer erwachsenen Person, was sie gehört hat. Die Angst beweist nicht, dass etwas Schlimmes passiert ist; sie gibt einen Grund, vorsichtig nachzusehen.

Ein Gefühl ist keine Tatsache

Ein Kind denkt vielleicht: Ich habe Angst, also ist es gefährlich. Das ist verständlich, weil Angst uns schnell handeln lassen soll. Sie kann aber auch von einem Schatten, einem Traum oder einer Überraschung kommen; erst anhalten, Hinweise suchen und Hilfe holen.

Gefühle helfen beim Mitteilen

Zu Hause oder auf dem Spielplatz hilft es anderen, wenn wir sagen: Ich bin besorgt, wütend oder allein. Sie können ein Spielzeug verschieben, eine Regel erklären oder Gesellschaft leisten. Ein Gefühl zu benennen garantiert nicht, dass wir bekommen, was wir wollen, macht das Problem aber verständlicher.

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