Warten, bevor man handelt — Psychologie, 7–10 Jahre
Selbstkontrolle hilft uns, innezuhalten, wenn etwas Verlockendes vor uns liegt, damit wir wählen können, statt sofort zu reagieren.
Was Selbstkontrolle ist
Selbstkontrolle ist die kleine Pause zwischen dem Wunsch, etwas zu tun, und der Tat. In dieser Pause kannst du den Impuls bemerken, über die Folgen nachdenken und eine passende Handlung wählen.
Warum Warten hilft
Das Problem ist: Eine schnelle Entscheidung fühlt sich jetzt sehr wichtig an, obwohl ein besseres Ergebnis noch weit weg ist. Menschen entwickelten Pausen, weil sofortiges Essen, Schreien oder Nehmen Ärger bringen kann, während Warten einen Plan oder eine Freundschaft schützt.
Die Wahl zwischen zwei Keksen
Mara kann jetzt einen Keks essen oder zehn Minuten auf zwei Kekse warten. Zuerst benennt sie den Impuls: „Ich will ihn jetzt.“ Dann schiebt sie den Teller weg und stellt einen Timer. Sie liest, bis er klingelt, und nimmt zwei Kekse. Die Pause beseitigte den Wunsch nicht; sie gab ihr Zeit zum Entscheiden.
Die Falle: „Ich darf es nicht wollen“
Ein häufiger Irrtum ist, dass Selbstkontrolle bedeutet, niemals einen verlockenden Gedanken zu haben. Das ist verständlich: Wenn der Gedanke stark ist, kann es sich wie ein Versagen anfühlen. Aber etwas zu wollen ist nicht dasselbe wie es zu tun. Selbstkontrolle heißt, den Wunsch zu bemerken und dann zu wählen.
Wo es vorkommt
Selbstkontrolle zeigt sich, wenn du wartest, bis du an der Reihe bist, vor einer wütenden Nachricht innehältst oder einen Teil deines Taschengelds sparst. Sie bedeutet nicht, immer Nein zu sagen. Manchmal ist es klug, etwas jetzt zu genießen, wenn niemand dadurch geschädigt wird.
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