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Das Gettier-Problem — Philosophie, 14–17 Jahre

Warum ein wahrer und gut begründeter Glaube trotzdem noch kein Wissen sein muss. Philosophie, 14–17 Jahre.

Wahrheit durch Glück reicht nicht

Wissen beschreiben wir oft als eine wahre Überzeugung, die durch gute Gründe gestützt wird. Gettier-Fälle zeigen ein Problem: Jemand kann aus Gründen zu einer wahren Überzeugung gelangen, die nur zufällig funktionieren. Die Antwort stimmt, aber Glück hat zu viel beigetragen.

Warum Wissen genauer bestimmen?

Das Problem ist wichtig, weil wir jemandem anders vertrauen, der etwas weiß, als jemandem, der nur zufällig richtig geraten hat. 1963 beschrieb Edmund Gettier kurze Fälle, die die ältere Formel „gerechtfertigte wahre Überzeugung“ infrage stellten. Dadurch wurde der Zusammenhang von Gründen und Wahrheit untersucht.

Die stehen gebliebene Uhr

Um zwölf Uhr sieht Anna auf eine Uhr, die 12:00 anzeigt, und glaubt, es sei Mittag. Die Uhr blieb gestern um 12:00 stehen, deshalb ist ihr Glaube heute zufällig wahr. Der Beleg sieht gut aus und die Zeit stimmt, aber die Uhr zeigt nicht die aktuelle Zeit an. Das ist ein Gettier-Fall.

„Wahr und begründet“ muss genügen

Der naheliegende Fehler ist zu sagen, jede wahre Überzeugung mit Belegen sei Wissen. Das wirkt fair, weil sowohl Gründe als auch Wahrheit wichtig sind. Gettier-Fälle zeigen die fehlende Verbindung: Die Überzeugung darf nicht nur wahr sein, weil ein Zufall einen falschen Weg gerettet hat.

Prüfen, wie eine Antwort gefunden wurde

Diese Idee hilft bei Schlagzeilen, Online-Beiträgen, Diagnosen und Prüfungsantworten. Frage nicht nur: „Stimmt es?“ Frage auch: „Welcher Prozess hat es hervorgebracht, und führt dieser Prozess gewöhnlich zur Wahrheit?“ Ein richtiges Ergebnis durch eine fehlerhafte Methode verlangt Vorsicht.

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