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Gerechtigkeit — Philosophie, 4–6 Jahre

Gerechtigkeit fragt, ob Menschen sinnvoll behandelt werden, nicht nur, ob alles gleich aussieht. Sie hilft Gruppen beim Teilen, Abwechseln und gemeinsamen Aufstellen von Regeln.

Gerecht ist nicht immer gleich

Gleich bedeutet, allen dieselbe Menge zu geben. Gerecht bedeutet, jedem eine vernünftige Chance zu geben; dafür kann unterschiedliche Hilfe nötig sein. Wenn zwei Menschen einen hohen Hocker teilen, braucht die kleinere Person ihn vielleicht zuerst, um etwas zu sehen.

Warum über Gerechtigkeit nachdenken?

Gruppen brauchen Regeln für Dinge, die nicht allen gleichzeitig gehören können, etwa den ersten Zug oder das letzte Stück. Ohne einen gerechten Plan nehmen es vielleicht immer die Stärksten oder Schnellsten. Gerechte Regeln geben allen einen Grund, der Gruppe zu vertrauen.

Zwei Kekse, drei Menschen

Es gibt zwei Kekse für drei Menschen. Beide dem schnellsten Kind zu geben, wäre nicht gerecht. Die Kinder teilen jeden Keks in drei gleiche Stücke, sodass jeder zwei Stücke bekommt. Alle erhalten gleich viel und niemand wird ausgeschlossen.

Ganz genau dasselbe

Es kann ungerecht wirken, wenn Menschen verschiedene Dinge bekommen, weil gleiche Haufen leicht zu vergleichen sind. Aber Menschen können unterschiedliche Bedürfnisse haben oder verschieden viel beigetragen haben. Fragen wir zuerst, was passiert ist und was jeder braucht.

Gerechte Spielregeln

Bei einem Spiel kann Gerechtigkeit bedeuten, sich abzuwechseln, alle mitspielen zu lassen und ähnliche Fälle gleich zu behandeln. Wenn ein Spieler eine Regel nur ändert, sobald er verliert, können die anderen fragen, ob sie für alle gerecht ist. Die Gruppe kann Regeln gemeinsam ändern.

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