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Zufall und Wahrscheinlichkeit — Mathematik, 7–10 Jahre

Vergleiche, wie wahrscheinlich Ereignisse sind, ohne so zu tun, als ließe sich Zufall genau vorhersagen.

Wie wahrscheinlich ist es?

Wahrscheinlichkeit beschreibt, wie gut die Chance für ein Ereignis ist. Ein Ereignis kann unmöglich, unwahrscheinlich, gleich wahrscheinlich, wahrscheinlich oder sicher sein. Man kann Chancen vor einem Versuch vergleichen, aber ein wahrscheinliches Ergebnis kann einmal ausbleiben, denn Zufall ist kein Versprechen.

Warum Menschen Zufall messen

Menschen mussten Entscheidungen mit ungewissem Ausgang treffen: bei Spielen, Wetter, Reisen und Ernten. Chancen zu vergleichen half ihnen, vernünftig zu planen, statt jedes Ergebnis für gleich wahrscheinlich zu halten. Das Zählen möglicher Ergebnisse und Aufzeichnen vieler Versuche gab der Wahrscheinlichkeit eine nützliche mathematische Sprache.

Ein Beutel mit Plättchen

In einem Beutel liegen 3 rote und 1 blaues Plättchen, keine anderen Farben. Insgesamt sind es 4 Plättchen: Rot hat also 3 von 4 Chancen und Blau 1 von 4. Rot ist wahrscheinlicher, aber Blau kann trotzdem gezogen werden. Ohne Zurücklegen verändert jede Ziehung den Inhalt.

Wahrscheinlich bedeutet nicht sicher

Wenn ein rotes Plättchen wahrscheinlicher ist, erwartet man vielleicht jedes Mal Rot. Das ist verständlich, weil bei vielen Ziehungen oft mehr rote kommen, aber eine einzelne Ziehung kann trotzdem Blau ergeben. Wahrscheinlichkeit ist eine Chance, keine Garantie; sicher ist nur ein Ereignis ohne mögliche Alternative.

Wo Zufall eine Rolle spielt

Wettervorhersagen nutzen Beobachtungen, um die Regenchance zu schätzen. So kann man entscheiden, ob man eine Jacke mitnimmt. In Spielen kommt Zufall beim Mischen von Karten oder Drehen eines Glücksrads vor. Auch Forschende wiederholen Tests und zählen Ergebnisse, weil ein ungewöhnliches Ergebnis nicht die ganze Geschichte zeigt.

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