Bilder und Metaphern — Literatur, 11–13 Jahre
Entdecke, wie Autoren vertraute Bilder, Geräusche und Vergleiche nutzen, um Gefühle und Gedanken lebendig zu machen.
Wörter können Bilder erzeugen
Bildhafte Sprache nutzt Sinneseindrücke, damit wir eine Szene im Kopf sehen, hören, riechen, schmecken oder fühlen. Eine Metapher geht weiter und nennt eine Sache eine andere, nicht wörtlich: „Der Flur war ein Fluss aus Lärm.“
Warum Metaphern verwendet werden
Manche Gefühle und Gedanken lassen sich schwer direkt zeigen: Angst, Freiheit oder eine Freundschaft, die sich verändert. Ein einfacher Satz kann sie benennen, ein Bild lässt uns aber etwas vorstellen und fühlen. Eine Metapher fasst einen großen Gedanken in einem kurzen, einprägsamen Vergleich zusammen.
Ein Bild entschlüsseln
Nimm den Satz: „Nach dem Streit setzte sich das Schweigen zwischen sie.“ Erstens kann Schweigen nicht wirklich sitzen, also ist es eine Metapher. Sitzen deutet außerdem auf eine schwere, bleibende Anwesenheit hin. So wirkt die Entfernung zwischen den Freunden unangenehm und schwer zu überwinden.
Nimm nicht jedes Bild wörtlich
Ein Leser sucht vielleicht einen echten Fluss, einen echten Sturm oder einen verborgenen Gegenstand, weil Geschichten oft Wirkliches beschreiben. Das ist ein verständlicher erster Impuls, doch bildhafte Sprache fragt auch, was ein Detail andeutet. Prüfe Stimmung und Situation, bevor du entscheidest.
Bilder in der Alltagssprache
Man sagt: „Ich ertrinke in Hausaufgaben“ oder „Diese Nachricht war ein Schlag in den Magen.“ Gemeint sind kein Wasser und kein echter Schlag; die Bilder machen Druck oder Schock vorstellbarer. Dasselbe Muster gibt es in Werbung, Liedern und Gesprächen.
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