Figuren können sprechen — Literatur, 4–6 Jahre
Wenn eine Geschichte die gesprochenen Worte einer Figur aufschreibt, können wir die Szene im Kopf hören. Gesprochene Worte zeigen Beziehungen und Entscheidungen direkt; die Wörter darum herum sagen, wer spricht und wie sich der Moment verändert.
Worte einer Figur
Ein Dialog ist der Teil einer Geschichte, den eine Figur laut sagt. Er kann kurz sein, etwa „Komm her!“, oder länger, etwa ein gemeinsamer Plan. Die Worte können zeigen, was eine Figur weiß, will oder entscheidet, aber nicht alles erzählen.
Warum lässt man Figuren sprechen?
Eine Autorin könnte einfach sagen, dass zwei Freunde besorgt sind; ihre eigenen Worte lassen uns die beiden jedoch genauer kennenlernen. Früher wurden Geschichten mündlich erzählt, mit verschiedenen Stimmen für die Sprechenden. Geschriebene Dialoge bewahren etwas von dieser lebendigen Gemeinsamkeit.
Wer sagt was?
Lies: „Darf ich den blauen Becher nehmen?“ „Ja, aber trag ihn vorsichtig“, sagt Papa. Suche zuerst die Worte, die laut gesprochen klingen. Ordne dann die Frage der fragenden Person und die Antwort Papa zu. Beachte zuletzt „sagt Papa“: Dieser Hinweis hilft, die Stimmen zu verfolgen.
Die erste Stimme ist nicht immer dieselbe
Man kann leicht denken, dass die ersten Worte zur Person im Bild oder zur erzählenden Stimme gehören. Das ist verständlich, weil Bild und Seitenfolge Hinweise geben. Suche vor der Entscheidung nach einem Namen, Anführungszeichen oder einem Hinweis wie „sagte Lina“.
Stimmen im Alltag hören
Dialoge gibt es in Bilderbüchern, Theaterstücken, Puppenspielen und Hörgeschichten. Sie helfen auch bei einem Schild, einer Nachricht oder einem Comic, wenn man wissen muss, wer welchen Satz gesagt hat. Verschiedene Stimmen können die Bedeutung klarer machen, nicht bloß lauter.
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