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Personifikation — Literatur, 7–10 Jahre

Gib etwas Nichtmenschlichem eine menschliche Handlung oder ein menschliches Gefühl, damit eine Vorstellung lebendiger wird.

Wenn Dinge wie Menschen handeln

Bei einer Personifikation wird etwas Nichtmenschliches so beschrieben, als könnte es denken, fühlen oder wie ein Mensch handeln. Ein Autor kann schreiben, dass die Sonne lächelt oder das alte Haus stöhnt. Die Sonne hat kein Gesicht, doch die menschliche Handlung macht ihre Wirkung vorstellbar.

Warum Autoren personifizieren

Ein einfacher Satz kann sagen, dass ein Sturm stark ist; eine Personifikation kann zeigen, wie er sich scheinbar verhält. „Der Sturm kratzte am Dach“ lässt die Gefahr aktiv und bedrohlich wirken. Autoren verwenden dieses Mittel seit Langem, weil menschliche Handlungen Unbekanntem eine vorstellbare Form geben.

Personifikation erkennen

Lies: „Der Wecker schrie Ben an, und der Morgen weigerte sich zu beginnen.“ Schritt 1: Finde die nichtmenschlichen Dinge: Wecker und Morgen. Schritt 2: Finde die menschlichen Handlungen: schreien und sich weigern. Schritt 3: Erkläre die Wirkung: Der Wecker wirkt hart, der langsame Morgen eigensinnig und schwierig.

Nicht wörtlich lesen

Ein Kind könnte sich vorstellen, dass eine sprechende Sonne oder eine wütende Tür in der Geschichte wirklich existiert. Das ist verständlich, weil der Satz gewöhnliche menschliche Verben benutzt. Prüfe, ob das Subjekt nichtmenschlich ist und die Handlung unmöglich wäre; dann verstehe den Ausdruck als Bild für eine Wirkung oder ein Gefühl.

Personifikation in deiner Umgebung

Personifikationen begegnen dir in Gedichten, Liedern, Werbung und Produktnamen. Ein Werbespruch kann sagen, dass ein Getränk „dich aufweckt“, oder ein Wetterbericht, dass der Wind „hereindrückt“. Solche Formulierungen bleiben im Gedächtnis, bedeuten aber nicht, dass der Gegenstand menschlich denkt.

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