Wörter können zeigen, wann etwas geschieht — Sprache, 4–6 Jahre
Wir können über etwas sprechen, das gerade geschieht, oder über etwas, das schon geschehen ist. Kleine Wortveränderungen helfen, ein Ereignis zeitlich einzuordnen.
Jetzt und vorher
Wörter können zeigen, ob eine Handlung gerade passiert oder schon vorher passiert ist. „Ich springe“ gehört zu jetzt; „Ich bin gesprungen“ erzählt von einem früheren Sprung. Die Handlung ist ähnlich, aber die Wortform zeigt die Zeit.
Warum zeigt man die Zeit einer Handlung?
Wenn jemand sagt: „Das Glas fällt“, greifst du vielleicht danach, auch wenn es gestern gefallen ist. Menschen brauchen Zeitwörter und veränderte Handlungswörter für Erinnerungen, Warnungen und Pläne. So wissen wir, ob wir handeln oder nur zuhören sollen.
Der schmutzige Stiefel
An der Tür sagt Ana: „Mein Stiefel ist schmutzig.“ Das zeigt: Der Schmutz ist jetzt da. Später sagt sie: „Mein Stiefel ist im Garten schmutzig geworden.“ „Ist geworden“ zeigt, dass die Veränderung vorher im Garten geschah.
Gestern kann wie jetzt klingen
Ein Kind sagt vielleicht: „Ich springe gestern“, weil es die Handlung kennt und „gestern“ schon sagt, wann. Das ist eine verständliche Abkürzung. In vielen Sprachen verändert sich auch das Tuwort und gibt so zwei Hinweise auf die Vergangenheit.
Zeit im Alltag
Diese Formen brauchst du, wenn du erzählst, was du im Park gemacht hast, was du gerade tust oder was du nach dem Essen tun wirst. Sie helfen bei einem verschwundenen Spielzeug, einer Erinnerung und einem gemeinsamen Plan.
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