Zeitformen zeigen, wann etwas geschieht — Sprache, 7–10 Jahre
Ein Verb kann eine Handlung in die Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft setzen. Die Zeitform hilft den Lesenden zu erkennen, wann etwas geschieht.
Was eine Zeitform tut
Ein Verb beschreibt eine Handlung oder einen Zustand, und seine Zeitform ordnet sie zeitlich ein. „Ich gehe“ kann jetzt oder gewöhnlich bedeuten, „ich ging“ ist vorbei und „ich werde gehen“ ist noch nicht geschehen.
Warum sie wichtig sind
Lesende müssen wissen, ob ein Ereignis schon geschehen ist, gerade geschieht oder geplant ist. Ohne Zeitformen könnte eine Geschichte den Regen von gestern mit dem Picknick von morgen vermischen, sodass man die Reihenfolge erraten müsste.
Einen Satz verändern
Wir beginnen mit: „Mia spielt Schach.“ Für gestern wird „spielt“ zu „spielte“: „Mia spielte gestern Schach.“ Für morgen verwenden wir „wird spielen“: „Mia wird morgen Schach spielen.“ Zeitangabe und Verb passen nun zusammen.
Die Falle mit dem Zeitwort
Ein häufiger Fehler ist: „Gestern gehe ich zur Schule.“ Man versteht den Zeitpunkt durch „gestern“, doch auch das Verb muss die Vergangenheit zeigen: „Gestern ging ich zur Schule.“
Zeitformen ausserhalb der Schule
Zeitformen helfen in Nachrichten, Tagebüchern, Rezepten und Plänen. Ein Tagebuch berichtet, was geschehen ist, ein Rezept sagt, was jetzt zu tun ist, und ein Kalendereintrag kann sagen, was später passiert. So handelt man zur richtigen Zeit.
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