Wie der Körper den Blutzucker steuert — Gesundheit, 14–17 Jahre
Zellen brauchen Glukose als Energiequelle, doch zu viel oder zu wenig Zucker im Blut kann problematisch sein. Insulin und ein weiteres Hormon helfen, den Wert sicher zu halten.
Ein genaues Energiegleichgewicht
Nach der Verdauung von Kohlenhydraten gelangt Glukose ins Blut und kann von Zellen genutzt werden. Steigt der Wert, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus: Es hilft Zellen bei der Aufnahme und der Leber beim Speichern; ein anderes Hormon gibt Glukose frei, wenn der Wert sinkt.
Warum Kontrolle nötig ist
Der Körper braucht eine gleichmäßige Energieversorgung, keinen starken Anstieg mit anschließendem Absturz. Dieses Kontrollsystem entstand, weil Nahrung nicht immer verfügbar ist und Zellen schlecht arbeiten, wenn der Blutzucker lange zu hoch oder zu niedrig bleibt.
Eine Mahlzeit verfolgen
Stell dir eine Mahlzeit mit 60 g Kohlenhydraten vor. Zuerst wandelt die Verdauung einen großen Teil in Glukose um, und der Blutwert steigt. Dann erkennt die Bauchspeicheldrüse den Anstieg und schüttet Insulin aus. Danach nutzen Zellen Glukose, während die Leber etwas speichert, sodass der Wert wieder in Richtung Normalbereich geht.
Zucker ist nicht einfach „schlecht“
Ein häufiger Fehler ist der Gedanke, jede Glukose sei schädlich. Das klingt verständlich, weil dauerhaft hoher Blutzucker den Körper schädigen kann; Glukose ist aber auch der normale Brennstoff vieler Zellen. Entscheidend sind Menge, Zeitpunkt, die gesamte Ernährung und die Reaktion des Körpers.
Wo es wichtig ist
Diese Idee erklärt Diabetes: Dabei fehlt Insulin, es reicht nicht aus oder wirkt schlechter, sodass die Glukose nicht richtig geregelt wird. Deshalb messen manche Menschen ihren Blutzucker, planen Mahlzeiten oder verwenden verschriebenes Insulin; der persönliche Plan muss von Fachpersonal kommen.
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