Pronomen zeigen auf Personen — Fremdsprachen, 11–13 Jahre
Ein Pronomen ist ein kleines Wort, das zeigt, wer handelt, zuhört oder gemeint ist. Wer den Gebrauch in einer Sprache versteht, kann Gespräche leichter verfolgen.
Kleine Wörter, klare Rollen
Pronomen wie ich, du, sie und sie stehen für Personen oder Dinge, die im Gespräch schon bekannt sind. Sprachen haben dabei nicht alle dasselbe System: Manche zeigen Höflichkeit, Geschlecht oder Einzahl und Mehrzahl. Die wichtige Frage lautet: Auf wen oder was weist das Wort hier?
Warum sie gebraucht werden
Ohne Pronomen müssten wir Namen wiederholen: „Maya sagte Maya, dass Maya Mayas Buch mitbringen sollte.“ Pronomen machen Sprache kürzer, können aber bei zwei Personen verwirren. Deshalb haben Sprachen verschiedene Mittel entwickelt, damit man die Bezüge erkennt.
Den Bezug verfolgen
Lies: „Lina zeigte Noor ihre Zeichnung.“ Erstens ist Lina die Person, die etwas zeigt. Zweitens bekommt Noor die Zeichnung. Drittens bezieht sich „ihre“ meistens auf Lina, doch der Satz bleibt unklar. Eindeutiger ist: „Lina zeigte Noor Linas Zeichnung.“
Das versteckte „du“
Ein häufiger Fehler ist, in jedem Satz ein eigenes Wort für „du“ zu suchen. Im Spanischen kann „¿Vienes?“ „Kommst du?“ bedeuten, obwohl tú fehlt; die Verbendung gibt den Hinweis. Das ist verständlich, weil Englisch das Pronomen meist braucht, viele Sprachen es aber weglassen, wenn das Verb genügt.
Nützlich in echten Gesprächen
Pronomen helfen beim Kennenlernen, beim Erzählen und beim Befolgen von Anweisungen in einer anderen Sprache. Auch in Nachrichten sind sie wichtig, weil ein kurzes Wort wie „das“ auf einen ganzen früheren Gedanken zeigen kann. Wer den Bezug findet, antwortet nicht der falschen Person und tut nicht das Falsche.
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