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Gerechte Reihenfolge — Ethik, 4–6 Jahre

Fair zu sein bedeutet, einen vernünftigen Plan zu finden, wenn mehrere Menschen dasselbe wollen. Sich abzuwechseln gibt jedem eine echte Chance zu spielen, zu sprechen oder etwas zu benutzen.

Jeder kommt dran

Wenn mehrere Menschen dasselbe Spielzeug, Spiel oder denselben Platz wollen, gibt eine faire Lösung jedem eine Chance. Man kann sich abwechseln, die Zeit teilen oder gemeinsam einen Plan machen. Fair heißt nicht immer genau gleich: Niemand wird einfach weggedrängt.

Warum sich abwechseln?

Ohne Plan kann die lauteste Person oder die schnellste Hand alles bekommen, während die anderen endlos warten. Gruppen nutzen eine Reihenfolge, weil eine gemeinsame Sache nicht gleichzeitig von allen benutzt werden kann. Eine klare Ordnung macht das Warten möglich und hilft, dem Spiel zu vertrauen.

Drei Kinder und ein Roller

Ana, Ben und Chi möchten alle zehn Minuten lang mit einem Roller fahren. Sie vereinbaren drei fünfminütige Runden in dieser Reihenfolge: Ana, Ben und dann Chi. Nach fünf Minuten klingelt ein Timer, und der Roller wechselt. Alle warten, aber jeder kommt wirklich dran.

Fair heißt nicht, den ersten Platz immer zu behalten

Ein häufiger Fehler ist zu denken: „Ich hatte es zuerst, also darf ich es behalten“ oder „Fair heißt, jeder bekommt genau dasselbe, auch wenn jemand gerade erst gekommen ist.“ Das klingt verständlich, weil zuerst da zu sein manchmal zählt. Bei einem gemeinsamen Spiel gibt eine Reihenfolge aber auch den anderen eine Chance.

Gemeinsame Dinge

Sich abzuwechseln hilft bei einer Schaukel, einem Lieblingsbuch, einem Brettspiel, dem Badezimmer oder beim Sprechen in einer Familienrunde. Du kannst eine Reihenfolge vorschlagen, einen Timer benutzen oder den Gegenstand weitergeben. Der Plan darf sich ändern, wenn jemand dringend Hilfe braucht; Fairness braucht auch Aufmerksamkeit.

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