Planen, bauen, testen, verbessern — Ingenieurwesen, 4–6 Jahre
Ingenieurwesen beginnt mit einem Bedürfnis: Etwas soll funktionieren. Wir können planen, bauen, ausprobieren und verändern, wenn das Ergebnis noch nicht stimmt.
Der erste Versuch ist nicht immer der letzte
Eine Ingenieurin bemerkt ein Bedürfnis, hat eine Idee und baut etwas, das helfen soll. Dann probiert sie es aus und schaut genau: Was hat funktioniert, was muss sich ändern? Eine bessere Version zu bauen gehört dazu und ist kein Zeichen für einen dummen ersten Versuch.
Warum mehr als einmal probieren?
Menschen brauchen Dinge, die sicher und zuverlässig funktionieren, aber eine Idee kann vor dem Test gut aussehen. Beim Ausprobieren werden Probleme sichtbar, etwa ein sich biegender Steg oder eine Schachtel, die aufgeht. Ingenieurinnen testen, damit sie das echte Problem lösen und nicht nur raten.
Eine Papierbrücke
Lege ein flaches Blatt Papier zwischen zwei Bücher und stelle ein Spielzeugauto darauf; das Papier biegt sich. Falte das Blatt zu einem langen Zickzack und lege es wieder zwischen die Bücher. Das gefaltete Papier trägt das Auto besser, weil seine neue Form das Gewicht verteilt.
„Es hat nicht geklappt, also habe ich versagt“
Es ist verständlich, enttäuscht zu sein, wenn ein Turm umfällt oder ein Fahrzeug sich nicht bewegt. Aber der Test hat wichtige Informationen geliefert: Etwas muss verändert werden. Ingenieurinnen fragen, was passiert ist, und ändern jeweils nur einen Teil, damit sie erkennen, was hilft.
Eine bessere Brotdose entwerfen
Eine Brotdose muss Essen halten, gut schließen und leicht zu tragen sein. Man kann ein Modell bauen, es schütteln, öffnen und prüfen, ob etwas ausgelaufen ist. Die nächste Version könnte einen festeren Deckel oder einen stärkeren Griff bekommen, je nachdem, was der Test gezeigt hat.
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