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Wasser drückt in der Tiefe stärker — Ingenieurwesen, 7–10 Jahre

Das Gewicht des Wassers darüber erzeugt Druck. Deshalb ist die Tiefe bei Becken und Staudämmen wichtig.

Tieferes Wasser drückt stärker

Wasser hat Gewicht, und das Wasser über einer Stelle drückt durch die darunterliegende Wassermenge. Je tiefer die Stelle liegt, desto mehr Wasser befindet sich darüber und desto größer ist der Druck. Er wirkt auch seitlich und nicht nur nach unten, was für eine Wasserwand wichtig ist.

Warum die Tiefe den Bau verändert

Ein Behälter mit tiefem Wasser muss nahe am Boden einem stärkeren Seitendruck standhalten. Wäre die Wand überall gleich dünn, könnte sie sich verbiegen, reißen oder platzen. Ingenieurinnen machen den unteren Teil dicker oder verstärken ihn, weil dort das Wasser stärker drückt.

Eine Flasche mit Löchern

Bohre drei kleine Löcher übereinander in eine Plastikflasche und klebe sie zu. Fülle die Flasche und entferne das Klebeband. Meist spritzt das Wasser aus dem untersten Loch am weitesten, aus dem mittleren weniger weit und aus dem oberen am wenigsten. Über dem unteren Loch steht mehr Wasser, deshalb ist dort der Druck größer.

Druck hängt nicht nur von der Menge ab

Es ist verständlich zu denken, dass eine breite, flache Wanne stärker drückt, weil sie mehr Wasser enthält. Der Druck an einer Stelle hängt aber vor allem von der Tiefe dieser Stelle ab, nicht einfach von der Gesamtmenge. Eine schmale, hohe Wassersäule kann am Boden stark drücken, obwohl sie insgesamt weniger Wasser enthält.

Wasserdruck in der echten Welt

Staumauern sind unten oft breiter, weil sie tiefes Wasser zurückhalten. Auch Taucher spüren beim Abtauchen mehr Druck, deshalb muss ihre Ausrüstung sie schützen. Wassertürme stehen hoch, damit die Schwerkraft in den Rohren Druck erzeugt und Wasser Häuser und Wasserhähne erreicht.

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