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Öffentliche Güter und Trittbrettfahren — Wirtschaft, 14–17 Jahre

Warum manche nützlichen Dinge schwer einzeln zu verkaufen sind und warum manche darauf warten, dass andere zahlen.

Ein gemeinsamer Nutzen

Ein öffentliches Gut können viele Menschen gleichzeitig nutzen, und es ist schwer, jemanden nach seiner Bereitstellung davon auszuschließen. Ein Leuchtturm ist ein klassisches Beispiel: Schiffe in der Nähe sehen sein Licht, egal ob sie einzeln bezahlt haben. Entscheidend ist die Nutzung, nicht nur der Besitz.

Warum Märkte davon zu wenig anbieten können

Ein Unternehmen verlangt normalerweise Geld von den Nutzenden. Bei einem öffentlichen Gut kann man aber profitieren, ohne es zu kaufen, und denken: „Andere sollen zahlen.“ Wenn viele so handeln, nimmt ein privater Anbieter zu wenig ein; dann können Staat oder Gemeinschaft die Finanzierung übernehmen.

Ein gemeinsames Hochwasser-Warnsystem

Eine Stadt hat 1.000 Haushalte. Ein Warnsystem kostet 50.000 € und würde jedem Haushalt schätzungsweise 80 € Nutzen bringen: 1.000 × 80 € = 80.000 €. Der Gesamtnutzen übersteigt die Kosten also um 30.000 €. Ein kleiner Beitrag aller kann das Trittbrettfahrerproblem lösen.

Nicht jede öffentliche Dienstleistung ist ein öffentliches Gut

Man könnte alles, was der Staat bereitstellt, vorschnell ein öffentliches Gut nennen. Das ist verständlich, weil die Begriffe ähnlich klingen. Wirtschaftlich zählen aber Zugang und Nutzung: Kann man jemanden ausschließen, und bleibt für andere weniger übrig? Ein staatlich bezahltes Kinoticket ist meist kein öffentliches Gut; eine Straßenlaterne kommt dem viel näher.

Wo diese Idee vorkommt

Diese Idee begegnet dir bei Straßenbeleuchtung, Landesverteidigung, sauberer Luft, Hochwasserschutz und mancher Forschung. Die Beispiele sind nicht gleich: Manchmal kann man Nutzende ausschließen, oder das Gut wird bei Überfüllung knapper. Die Idee hilft zu fragen, wer zahlt, wer profitiert und ob freiwillige Beiträge reichen.

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