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Die beweglichen Platten der Erde — Geowissenschaften, 11–13 Jahre

Die harte äußere Schicht der Erde ist in riesige Platten geteilt. Sie bewegen sich langsam, verändern die Oberfläche und verursachen viele Erdbeben und Vulkane.

Eine geteilte, bewegliche Hülle

Die äußere Gesteinsschicht der Erde ist kein einziges Stück. Sie besteht aus riesigen Platten, wie aus Teilen eines sehr langsamen Puzzles, die auf heißerem, weicherem Gestein liegen. Pro Jahr bewegen sie sich nur wenige Zentimeter, doch in Millionen Jahren können sie Gebirge bilden, Ozeane öffnen und Kontinente verschieben.

Warum Platten wichtig sind

Früher fragte man sich, warum die Küsten Afrikas und Südamerikas zusammenzupassen scheinen und warum gleiche Fossilien auf heute getrennten Kontinenten vorkommen. Die Plattentektonik erklärt diese Hinweise: Kontinente bewegen sich mit den Platten. Sie verbindet außerdem viele Erdbeben, Vulkane und Gebirge zu einem gemeinsamen Bild.

Eine Plattengrenze lesen

Stell dir zwei Platten vor, die sich unter dem Ozean aufeinander zubewegen. Zuerst biegt sich die dichtere ozeanische Platte und sinkt unter die andere. Dann wird das absinkende Gestein heißer und trägt zur Bildung von Magma bei. Schließlich steigt Magma auf und bildet Vulkane, während der Druck an der Grenze Erdbeben auslösen kann. Darum liegen beide oft in einem langen Gürtel.

Der Irrtum über die langsame Bewegung

Es ist verständlich zu denken, dass wenige Zentimeter pro Jahr keine Rolle spielen können. Meist bemerken wir nur schnelle Bewegungen, und eine Platte ist zu groß, um sie wie einen bewegten Gegenstand zu spüren. Der Fehler liegt darin, die Zeitspanne zu vergessen: Fünf Zentimeter pro Jahr ergeben in 100 000 Jahren fünf Kilometer.

Plattenkarten nutzen

Wissenschaftler nutzen Karten der Plattengrenzen, um Muster von Erdbeben und Vulkanen zu untersuchen. Die Karten können nicht den genauen Tag eines künftigen Erdbebens nennen, zeigen aber Gebiete mit höherem Risiko und helfen bei der Planung von Gebäuden, Brücken und Fluchtwegen. Damit lässt sich auch erklären, warum manche Inseln durch Ausbrüche wachsen und andere von Wellen abgetragen werden.

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