Warum es Jahreszeiten gibt — Geowissenschaften, 11–13 Jahre
Die Jahreszeiten entstehen vor allem durch die Neigung der Erdachse während des Umlaufs um die Sonne. Dadurch ändern sich Winkel und Dauer des Sonnenlichts in den beiden Hemisphären, nicht einfach nur die Entfernung zur Sonne.
Die Neigung verändert das Sonnenlicht
Die Erdachse ist um etwa 23,5 Grad geneigt. Während die Erde um die Sonne läuft, neigt sich eine Hemisphäre zur Sonne und erhält länger direktes Licht; sechs Monate später neigt sie sich weg und bekommt an kürzeren Tagen weniger Licht.
Warum die Jahreszeiten erklären?
Menschen bemerkten regelmäßige Veränderungen bei Tageslänge, Temperatur, Pflanzen und Tieren. Sie mussten aber erklären, warum diese Veränderungen nördlich und südlich des Äquators entgegengesetzt auftreten. Die Erdneigung erklärt das Muster: Wenn im Norden Sommer ist, herrscht im Süden Winter, und umgekehrt.
Zwei Hemisphären vergleichen
Stell dir die Erde im Juli vor, mit der Nordhälfte zur Sonne geneigt. Bei 45° nördlicher Breite trifft das Licht direkter ein, und der Tag kann etwa 15 Stunden dauern. Bei 45° südlicher Breite kommt es flacher an, und der Tag kann etwa 9 Stunden dauern. Dort herrschen entgegengesetzte Jahreszeiten.
Es liegt nicht hauptsächlich an der Entfernung
Es ist naheliegend zu denken, dass der Sommer entsteht, wenn die Erde näher an der Sonne ist, weil es neben einer Heizung wärmer wird. Die Erdbahn ist aber fast kreisförmig, und beide Hemisphären haben gleichzeitig entgegengesetzte Jahreszeiten. Entscheidend sind Lichtwinkel und Tageslänge.
Mit den Jahreszeiten planen
Das jahreszeitliche Sonnenlicht beeinflusst, wann Felder bestellt werden, wann manche Tiere wandern und wie Gebäude geheizt oder gekühlt werden müssen. Das Wetter kann an einem einzelnen Tag trotzdem vom üblichen Muster abweichen. Die Erdneigung erklärt den groben Jahresrhythmus, nicht die Temperatur jedes Tages.
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