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Luftdruck und Wind — Geowissenschaften, 14–17 Jahre

Ungleichmässige Erwärmung erzeugt an verschiedenen Orten unterschiedliche Luftdrücke. Luft bewegt sich von höherem zu niedrigerem Druck, während die Erdrotation ihre Bahn verändert.

Luft, die durch Unterschiede bewegt wird

Luftdruck ist der Druck, den das Gewicht der Luft auf eine Fläche ausübt. Ist der Druck in einem Gebiet höher als in einem anderen, wird Luft zum Gebiet mit niedrigerem Druck gedrückt. Diese Bewegung spüren wir als Wind, obwohl Reibung und Erdrotation Tempo und Richtung verändern.

Warum Winde entstehen

Eine Wetterkarte braucht mehr als die Vorstellung, dass warme Luft aufsteigt. Man muss erklären, warum Luft über grosse Entfernungen wandert und warum Winde gekrümmt statt vollkommen gerade verlaufen. Druckunterschiede liefern den Antrieb; Erdrotation und Reibung erklären das beobachtete Muster.

Eine Druckkarte lesen

Nehmen wir an, zwei nahe Orte haben Drücke von 1020 und 1000 Hektopascal, und die Linien dazwischen liegen dicht beieinander. Luft wird von der 1020-Seite zur 1000-Seite gedrückt. Dichte Linien bedeuten eine grosse Änderung auf kurzer Strecke; daher ist die Druckgradientkraft stark und der Wind wahrscheinlich schneller.

Wind weht nicht immer gerade

Es ist naheliegend, Wind als geraden Pfeil vom Hoch- zum Tiefdruck zu zeichnen. Das ist ein sinnvoller erster Eindruck, weil der Druck den Antrieb liefert. Nahe der Erdoberfläche bremst Reibung die Luft, und die Erdrotation lenkt ihren Weg ab; deshalb kreuzt oder umströmt echter Wind die Drucklinien.

Vorhersagen und Flüge

Meteorologen nutzen Druckmessungen und Karten, um Wind, Stürme und herannahende Wetterlagen abzuschätzen. Auch Piloten berücksichtigen Wind, weil er Flugzeit, Treibstoffverbrauch und Flugroute verändert. Eine Druckkarte hilft bei der Vorhersage, doch zusätzlich braucht man Beobachtungen und Modelle.

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