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Gezeiten — Geowissenschaften, 4–6 Jahre

Der Meeresspiegel steigt und fällt in einem wiederkehrenden Muster, den Gezeiten. Die Schwerkraft des Mondes zieht an den Ozeanen der Erde, und die Drehung der Erde hilft, dass dieses Muster an den Küsten weiterwandert.

Das Meer kommt und geht

An einer Küste kann das Wasser zu einer Zeit mehr Sand bedecken und einige Stunden später weniger. Wenn das Meer höher steht, ist Hochwasser; wenn es niedriger steht, ist Niedrigwasser. Dieses Steigen und Fallen wiederholt sich, aber genaue Zeit und Höhe sind an jedem Ort verschieden.

Warum gibt es Gezeiten?

Der Mond zieht mit seiner Schwerkraft an der Erde, besonders an den Ozeanen, weil Wasser sich bewegen kann. Während sich die Erde dreht, kommen verschiedene Küsten an Stellen vorbei, an denen der Ozean höher oder niedriger ist. Auch die Sonne zieht an den Ozeanen, daher verändert ihre Stellung das Gezeitenmuster ebenfalls.

Eine Felsenpfütze beobachten

Um 9 Uhr ist Niedrigwasser, deshalb kann man eine Felsenpfütze und ihre Krabben gut sehen. Der Gezeitenplan sagt, dass um 15 Uhr, sechs Stunden später, Hochwasser sein wird. Dann bedeckt mehr Meerwasser den Sand und erreicht die Felsen. Das Wasser ist nicht verschwunden; es hat sich mit der Gezeitenbewegung verlagert.

Gezeiten sind keine Wellen

Ein Kind könnte jede Veränderung am Strand eine Welle nennen, weil Wellen die sichtbarste Bewegung sind. Eine Welle steigt und bricht in kurzer Zeit immer wieder, oft durch Wind. Eine Gezeitenbewegung verändert den Meeresspiegel über Stunden und kann die Küstenlinie weit vor- oder zurückschieben.

Mit den Gezeiten planen

Menschen, die fischen, segeln oder Felsenpfützen erkunden, prüfen vor dem Losgehen die Gezeitenzeiten. Ein Weg, der bei Niedrigwasser trocken ist, kann später unter Wasser stehen. Gezeitenwissen hilft Booten in Häfen, Rettungskräften bei sicherer Arbeit und Strandbesuchern, nicht vom Ufer abgeschnitten zu werden.

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