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Im Inneren der Erde ist es heiss — Geowissenschaften, 4–6 Jahre

Der Boden ist dort, wo wir stehen, kühl, doch tief im Inneren herrschen grosse Hitze und hoher Druck.

Die kühle Oberfläche bedeckt ein heisses Inneres

Die Erde hat nicht überall dieselbe Temperatur. Der dünne, feste Teil, auf dem wir leben, heisst Erdkruste; tieferes Gestein ist viel heisser und wird vom Gewicht darüber stark zusammengedrückt. Bis zum Mittelpunkt können wir nicht graben, aber heisse Quellen und geschmolzenes Gestein geben Hinweise.

Warum fragen, was unter der Erde liegt?

Menschen sahen, dass an manchen Orten heisses Wasser aus dem Boden kommt und heisses Material aus tiefen Öffnungen steigt. Deshalb fragten sie sich, ob die Erde innen warm ist. Das ist wichtig, weil Wärme im Untergrund Gestein verändern und manche Naturvorgänge antreiben kann. Da niemand tief hineinsehen kann, nutzt die Forschung Hinweise.

Eine heisse Quelle ist ein Hinweis

Stell dir einen Besuch an einer heissen Quelle vor: Zuerst kommt Wasser aus dem Boden, das wärmer ist als die Luft. Dann bemerkst du, dass es durch Risse im Gestein unter der Oberfläche geflossen ist. Daraus folgt vorsichtig: Etwas im Untergrund hat das Wasser erwärmt. Das zeigt nicht den Erdmittelpunkt, aber es ist ein Hinweis auf heisse Tiefen.

„Die ganze Erde ist geschmolzen“

Der Irrtum ist verständlich, weil Lava und heisse Quellen zeigen, dass manches Material tief unten extrem heiss ist. Trotzdem ist die Oberfläche fest, und nicht alle tiefen Schichten sind flüssig. Hitze und Druck wirken zusammen, deshalb haben die Erdschichten unterschiedliche Zustände und Temperaturen.

Unterirdische Wärme nutzen

An manchen Orten nutzt man Wärme aus dem Untergrund, um Gebäude zu heizen oder Strom zu erzeugen; das nennt man Geothermie. Heisses Wasser aus der Tiefe kann nützlich sein, ist aber nicht überall gleich zugänglich. Vor der Nutzung müssen Fachleute die örtlichen Gesteine prüfen und Wasservorräte schützen.

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