Lateinische Wurzeln in modernen Wörtern — Alte Sprachen, 11–13 Jahre
Aus einem lateinischen Wort kann eine Familie verwandter Wörter in mehreren modernen Sprachen entstehen.
Wörter haben Familien
Eine lateinische Wurzel ist ein Wortteil, der eine alte Grundidee in neuere Wörter weiterträgt. Die Wurzel duc- hängt mit „führen“ oder „bringen“ zusammen und erscheint etwa in „produzieren“, „induzieren“ und „Aquädukt“. Die modernen Wörter bedeuten nicht genau dasselbe, doch ihre Familienähnlichkeit kann Hinweise geben.
Warum Wurzeln nützlich sind
Wissenschaft, Recht, Medizin und Schulfächer brauchen oft neue, genaue Fachwörter. Gelehrte bildeten viele davon aus lateinischen und griechischen Bestandteilen. Eine bekannte Wurzel kann deshalb bei einem unbekannten Wort eine erste Vermutung ermöglichen. Sie ist ein Werkzeug zum Forschen, keine Garantie.
„Aquädukt“ zerlegen
Betrachte „Aquädukt“. Aqua ist Latein für „Wasser“; duct kommt von ducere, „führen“ oder „bringen“. Ein Aquädukt ist also ein Bauwerk, das Wasser meist durch einen Kanal oder über eine Brücke führt. Die Wurzel liefert die Grundidee, während Geschichte und Zusammenhang die genaue Bedeutung ergänzen.
Die Wurzel ist nicht das ganze Wort
Ein häufiger Fehler ist, die Bestandteile eines Wortes zusammenzuzählen und dieses Ergebnis als genaue Bedeutung zu nehmen. Das ist verständlich, weil die Teile oft einen guten ersten Hinweis liefern. Wörter verändern sich jedoch, und eine Metapher kann eine Fachbedeutung bekommen; prüfe daher Wörterbuch oder Zusammenhang.
Unbekannte Fachwörter lesen
Wenn auf einem Museumsschild „subterranean“ steht, helfen die Bestandteile: sub- bedeutet „unter“ und terra „Erde“. Du kannst vermuten, dass es um etwas unter der Erde geht, und danach die genaue Bedeutung prüfen. Die Strategie ist in Naturwissenschaft und Technik nützlich, funktioniert aber am besten mit Zusammenhang und einer verlässlichen Quelle.
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