Teilchen der Materie — Chemie, 11–13 Jahre
Materie kann still und zusammenhängend wirken, besteht aber aus winzigen Teilchen, die sich ständig bewegen. Dieses Modell erklärt Feststoffe, Flüssigkeiten und Gase.
Das Teilchenbild
Stell dir Materie als riesige Menge winziger Teilchen vor. In einem Feststoff bleiben sie dicht beieinander und schwingen, in einer Flüssigkeit gleiten sie aneinander vorbei, in einem Gas sind sie weit verteilt und bewegen sich frei. Direkt sehen kann man sie nicht.
Warum dieses Modell verwenden?
Ein Eiswürfel kann zu flüssigem Wasser und dann zu unsichtbarem Wasserdampf werden, obwohl der Stoff derselbe bleibt. Das Teilchenmodell erklärt die Veränderung: Beim Erwärmen bewegen sich die Teilchen stärker, beim Abkühlen weniger. So können wir über einen unsichtbaren Vorgang nachdenken.
Wasser erwärmen
Gib 100 ml Wasser in ein Gefäß und erwärme es. Bei Raumtemperatur liegen die Teilchen dicht beieinander, gleiten aber aneinander vorbei. Kurz vor dem Sieden bewegen sie sich viel schneller; bei 100 °C entweichen einige als Wasserdampf. Die Wassermenge kann sinken, aber die Teilchen verschwinden nicht.
Das verschwundene Wasser
Man könnte denken, kochendes Wasser verschwinde, weil man den Dampf kaum sieht. Tatsächlich haben sich die Teilchen als Gas in der Luft verteilt. Sie sind weniger sichtbar, aber nicht weg; an einer kalten Fensterscheibe können sie wieder zu Tropfen werden.
Gerüche unterwegs
Wenn jemand eine Orange schält, kann ihr Geruch dich am anderen Ende des Zimmers erreichen. Winzige Duftteilchen verlassen die Orange und verteilen sich zwischen den Luftteilchen. Parfüm, Kochgerüche und der Geruch von Regen funktionieren ähnlich, obwohl man die Teilchen nicht sieht.
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