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Chromatografie — Chemie, 14–17 Jahre

Chromatografie trennt ein Gemisch, damit seine Stoffe sichtbar und erkennbar werden. Chemie, 14–17 Jahre.

Ein Lauf durch ein Material

Bei der Chromatografie trägt ein Lösungsmittel ein Gemisch durch ein Material wie Papier. Jeder Stoff wird unterschiedlich stark vom bewegten Lösungsmittel und vom Papier angezogen, deshalb wandern manche weiter als andere. Die getrennten Flecken zeigen, dass die ursprüngliche Probe mehrere Stoffe enthielt.

Warum ein Gemisch trennen

Eine Farbe, ein Geruch oder eine Flüssigkeit kann wie ein einzelner Stoff wirken, obwohl sie ein Gemisch ist. Die Trennung liefert einen klareren Test: Man vergleicht die Positionen mit bekannten Proben oder sammelt einen Bestandteil zur weiteren Analyse. So lassen sich verborgene Inhaltsstoffe erkennen.

Einen Rf-Wert berechnen

Ein Farbstofffleck beginnt 2,0 cm von der Bleistiftlinie entfernt und wandert 3,6 cm. Die Lösungsmittelfront wandert 6,0 cm. Rf = Strecke des Flecks ÷ Strecke der Lösungsmittelfront: 3,6 ÷ 6,0 = 0,60. Derselbe reine Farbstoff sollte unter gleichen Bedingungen einen ähnlichen Wert ergeben.

Ein Fleck ist kein Beweis

Es ist nachvollziehbar zu denken, zwei Flecken auf gleicher Höhe müssten derselbe Stoff sein. Doch verschiedene Stoffe können manchmal gemeinsam wandern, und anderes Lösungsmittel oder Papier verändert die Strecken. Ein passender Fleck ist ein guter Hinweis, aber allein kein vollständiger Nachweis.

Echte Proben untersuchen

Chromatografie wird zur Prüfung von Lebensmittelfarben, Medikamenten, Tinten, Duftstoffen und Schadstoffen im Wasser eingesetzt. Forensiker können die Tinte einer Nachricht mit Stiften vergleichen, die an einem anderen Ort gefunden wurden. Die Methode braucht nur winzige Proben, wichtige Ergebnisse benötigen aber meist einen zweiten Test.

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