Nahrungsnetze: Energie im Ökosystem — Biologie, 11–13 Jahre
Ein Nahrungsnetz zeigt, wer wen frisst, aber auch, wie Energie durch Lebewesen weitergegeben wird. Produzenten fangen Lichtenergie ein, Konsumenten erhalten sie durch Nahrung, und Zersetzer geben Stoffe an die Umwelt zurück.
Viele Nahrungsbeziehungen zusammen
Ein Ökosystem umfasst Lebewesen und die unbelebten Bedingungen ihrer Umgebung. Ein Nahrungsnetz verbindet mehrere Nahrungsketten: Gras kann eine Heuschrecke und ein Kaninchen ernähren, während ein Fuchs Kaninchen und kleine Vögel frisst. Pfeile zeigen meist von der Nahrung zum Fresser und damit die Richtung des Energietransfers.
Warum eine Kette nicht genügt
Eine einfache Kette hilft, einen Weg zu verfolgen, aber echte Lebewesen haben meist mehrere Nahrungsquellen und Feinde. Ökologinnen und Ökologen entwickelten Nahrungsnetze, um zu untersuchen, was geschieht, wenn sich eine Art verändert. Wenn eine Krankheit die Kaninchenzahl senkt, finden Füchse vielleicht weniger Nahrung, während mehr Gras wächst; die Folgen können sich über mehrere Verbindungen ausbreiten.
Ein Nahrungsnetz in einem Teich
Stell dir vor: Algen → Wasserfloh → kleiner Fisch → Reiher und Algen → Schnecke → Ente. Die Pfeile zeigen zwei Wege, die beim Produzenten, den Algen, beginnen. Wenn die Algen abnehmen, haben Wasserflöhe und Schnecken vielleicht weniger Nahrung; danach können auch kleine Fische und Enten betroffen sein. Ein Netz hilft, verbundene Veränderungen vorherzusagen, nicht nur ein einzelnes Ergebnis.
Pfeile bedeuten keinen Angriff
Viele zeichnen einen Pfeil vom Räuber zur Beute, weil es logisch wirkt, auf das Angegriffene zu zeigen. In einem Nahrungsnetz bedeutet der Pfeil aber: „Energie wandert von diesem Lebewesen zu jenem.“ Deshalb zeigt er vom gefressenen Lebewesen zum Fresser. Liest man ihn umgekehrt, werden die vorhergesagten Folgen einer Veränderung vertauscht.
Ökosysteme schützen
Naturschutzteams nutzen Nahrungsnetze, wenn sie einen See, Wald oder eine Küste schützen wollen. Einen eingeschleppten Räuber zu entfernen, eine Pflanze wieder anzusiedeln oder Verschmutzung zu begrenzen, kann viele Arten gleichzeitig beeinflussen. Das Netz sagt nicht jedes Detail voraus, erinnert aber daran, Verbindungen zu prüfen, statt jede Art getrennt zu betrachten.
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