PCR: einen ausgewählten DNA-Abschnitt kopieren — Biologie, 14–17
Wie ein Labor Millionen Kopien eines kleinen DNA-Abschnitts herstellt, um ihn nachzuweisen und zu untersuchen.
Ein molekularer Kopierer
PCR vervielfältigt wiederholt einen ausgewählten DNA-Abschnitt. Kurze Primer markieren seine Enden, ein hitzestabiles Enzym baut passende Stränge auf; so wird eine winzige Probe nachweisbar.
Warum DNA kopieren?
Wenige DNA-Moleküle sind zu selten, um sie sicher zu sehen oder zu messen. PCR löst dieses Probenproblem, indem sie nur einen ausgewählten Abschnitt vervielfältigt.
Drei PCR-Zyklen
Man beginnt mit 1 doppelsträngigen DNA-Molekül, das den Zielabschnitt enthält. Nach dem Kopieren gibt es in Zyklus 1 zwei, in Zyklus 2 vier, in Zyklus 3 acht Moleküle.
PCR erzeugt keinen ganzen Organismus
Weil PCR Millionen Kopien erzeugt, kann sie wie das Klonen eines Lebewesens wirken. Verständlich, doch sie kopiert nur eine kurze Sequenz im Röhrchen und baut keine Zellen oder Organismen.
Ein Werkzeug für viele Aufgaben
PCR hilft, Krankheitserreger zu erkennen, Tatortproben zu vergleichen, vererbte Varianten zu testen und Spuren in Nahrung oder Wasser nachzuweisen. Entscheidend sind Proben und Kontrollen.
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