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Jahreszeiten und die Erdneigung — Astronomie, 11–13 Jahre

Jahreszeiten entstehen, weil die Erde geneigt ist, während sie die Sonne umkreist. Astronomie, 11–13 Jahre.

Die Idee

Die Erdachse ist gegenüber ihrer Umlaufbahn um etwa 23,5 Grad geneigt und nicht gerade aufgerichtet. Während die Erde die Sonne umkreist, neigt sich jede Erdhalbkugel abwechselnd zur Sonne hin und von ihr weg. Die Neigung zur Sonne bringt längere Tage und direkteres Licht: Sommer; die Neigung weg von ihr bringt Winter.

Warum diese Idee wichtig ist

Menschen bemerkten, dass Tageslänge, Schatten und Temperaturen sich im Jahreslauf verändern und dass die Jahreszeiten auf der Nord- und Südhalbkugel entgegengesetzt sind. Der Abstand der Erde von der Sonne allein erklärt dieses Muster nicht: Beide Halbkugeln sind fast gleich weit entfernt. Die Neigung erklärt sowohl das wechselnde Sonnenlicht als auch die entgegengesetzten Jahreszeiten.

Ein Beispiel

Verwende einen geneigten Globus und eine Lampe. Lass die Achse des Globus beim Bewegen um die Lampe in dieselbe Richtung zeigen. Wenn die Nordhalbkugel zur Lampe geneigt ist, verteilt sich das Licht auf eine kleinere Fläche und die Tage sind länger: Sommer im Norden. Eine halbe Umlaufbahn später neigt sie sich weg, das Licht ist weniger direkt und die Tage sind kürzer: Winter im Norden.

Der häufige Denkfehler

Es ist ein verständlicher Fehler zu denken, der Sommer entstehe, weil die Erde viel näher an der Sonne ist. Die Erdumlaufbahn ist kein perfekter Kreis, daher ändert sich der Abstand ein wenig, was diese Idee verlockend macht. Diese kleine Änderung kann aber keine gleichzeitig entgegengesetzten Jahreszeiten erzeugen; die Hauptursache ist die Achsenneigung.

Wo diese Idee gebraucht wird

Das Verständnis der Jahreszeiten hilft Landwirten, Gärtnern und Gemeinschaften, sich auf wechselndes Licht und veränderte Temperaturen einzustellen. Auch Solaranlagen und Gebäude können die wechselnde Höhe der Sonne am Himmel berücksichtigen. Das ist beim Vergleichen von Orten wichtig: In Australien ist warmer Sommer, wenn auf der Nordhalbkugel Winter ist, weil die Halbkugeln entgegengesetzt geneigt sind.

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