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Wirkliche und erfundene Bilder — Kunst, 4–6

Ein Bild kann etwas zeigen, das du sehen könntest, oder etwas, das nur in deiner Fantasie existiert.

Wirklich oder erfunden?

Wenn du einen Hund zeichnest, den du gesehen hast, zeigst du etwas Wirkliches. Wenn du ihm Flügel gibst und ihn über eine Burg fliegen lässt, erfindest du eine Idee. Kunst kann Dinge, die du kennst, mit Dingen aus deiner Fantasie verbinden und muss nicht allen Regeln der echten Welt folgen.

Warum Bilder erfinden?

Menschen nutzen Kunst seit jeher, um ferne, versteckte oder erinnerte Dinge zu zeigen und auch Dinge, die noch nicht wirklich sind. Ein Bild von einem freundlichen Drachen kann eine Idee teilen, die Worte allein nur schwer erklären. Kunst macht einen unsichtbaren Gedanken sichtbar, damit ihn jemand anderes verstehen kann.

Von der Katze zur Mondkatze

Beginne mit einer echten Katze: Zeichne vier Beine, einen Schwanz, zwei Ohren und Schnurrhaare. Wähle nun eine erfundene Veränderung: Lass den Schwanz wie der Mond leuchten. Zeichne einen Nachthimmel und Sterne dazu. Du startest mit etwas Bekanntem und veränderst einen Teil, sodass ein neues, aber noch erkennbares Tier entsteht.

Es muss nicht möglich sein

Vielleicht denkst du, ein Bild sei falsch, wenn ein Fisch läuft oder ein Mensch so klein wie ein Knopf ist. Das ist nachvollziehbar, denn Bilder zeigen oft Dinge aus dem Alltag. Bei einem erfundenen Bild frag dich lieber, was dir die seltsame Idee zeigt, statt ob sie wirklich passieren könnte.

Wo das vorkommt

Diese Idee findest du in Bilderbüchern, Trickfilmen, Spielen und Plakaten. Eine Karte kann eine echte Straße zeigen, während ein Buch dahinter ein erfundenes Königreich entstehen lässt. Wenn du ein Bild für ein Spiel oder eine Geschichte erfindest, verbinde vertraute Hinweise mit überraschenden, damit andere deine Idee verstehen.

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