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Repräsentative Stichproben — Soziologie, 14–17 Jahre

Verstehen, wie Forschende eine große Bevölkerung durch die sorgfältige Auswahl einer kleineren Gruppe untersuchen können.

Idee

Eine Stichprobe ist eine kleinere Gruppe, die über eine größere Bevölkerung Auskunft geben soll. Sie ist repräsentativ, wenn wichtige Merkmale der Bevölkerung ungefähr im richtigen Verhältnis vorkommen und nicht nur die Meinungen freiwilliger Antwortender.

Warum es wichtig ist

Alle Menschen eines Landes zu befragen wäre meist zu langsam, teuer oder unmöglich, deshalb nutzen Umfragen Stichproben. Stichproben wurden zentral für die Sozialforschung: Wenige gut ausgewählte Personen können ein Muster schätzen, wenige schlecht ausgewählte jedoch ein überzeugendes falsches Ergebnis liefern.

Durchgearbeitetes Beispiel

Eine Schule hat 1.000 Schülerinnen und Schüler: 600 Mädchen und 400 Jungen. Für eine Befragung von 100 Personen hält die Forscherin zuerst das Verhältnis 60:40 ein und wählt zufällig 60 Mädchen und 40 Jungen aus den Listen. Wählen 30 Mädchen und 10 Jungen Radfahren, lautet die Schätzung 40 %.

Ein häufiger Denkfehler

Ein Denkfehler ist, eine große Stichprobe automatisch für gut zu halten. Das klingt vernünftig, weil mehr Antworten stärker wirken; 10.000 Antworten aus einem Fanclub können aber den Fanclub gut und die Gesamtbevölkerung schlecht vertreten. Auswahl und Größe zählen beide.

Wo sie vorkommt

Wahlumfragen, Gesundheitsstudien, Marktforschung und Schulfragebögen nutzen Stichproben. Bei einem Ergebnis sollte man fragen, wer einbezogen wurde, wer fehlt, wie ausgewählt wurde und wie viele antworteten; diese Angaben zeigen die Reichweite der Aussage.

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