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Korrelation ist keine Kausalität — Soziologie, 14–17 Jahre

Verstehen, warum zwei gemeinsam auftretende Veränderungen nicht beweisen, dass die eine die andere verursacht.

Idee

Eine Korrelation ist ein Muster, bei dem sich zwei Messwerte gemeinsam verändern: Steigt einer, steigt oder fällt der andere häufig. Kausalität ist die stärkere Aussage, dass die Veränderung einer Sache zur Veränderung der anderen beiträgt. Korrelation ist daher ein Hinweis, kein Beweis.

Warum es wichtig ist

Menschen wünschen sich einfache Erklärungen, und ein auffälliges Muster kann wie eine Antwort wirken. Deshalb unterscheiden Soziologen Zusammenhang und Ursache und prüfen zeitliche Reihenfolge, andere Erklärungen und das Forschungsdesign. So werden Entscheidungen aufgrund irreführender Schlagzeilen vermieden.

Durchgearbeitetes Beispiel

Eine Stadt erfasst jeden Sommer Eisverkäufe und Badeunfälle; beide steigen im Juli. Schritt eins: die Korrelation feststellen. Schritt zwei: die Behauptung ablehnen, Eis verursache Unfälle. Schritt drei: einen dritten Faktor prüfen: Heißes Wetter fördert sowohl Schwimmen als auch Eiskauf.

Ein häufiger Denkfehler

Ein Denkfehler ist, anzunehmen, das zuerst genannte Ereignis habe das zweite verursacht, besonders wenn eine Grafik ordentlich ansteigt. Das ist verständlich, weil Muster Vorhersagen helfen und Geschichten eine Richtung brauchen; möglich sind aber eine andere Ursache, umgekehrte Kausalität oder Zufall.

Wo es vorkommt

Diese Unterscheidung begegnet einem bei Gesundheitstipps, Werbung, Kriminalitätsberichten, Bildungsstudien und Aussagen in sozialen Medien. Vor einer kausalen Behauptung sollte man fragen, was gemessen wurde, ob die Ursache zuerst kam, was sich sonst änderte und ob es eine Vergleichsgruppe gab.

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