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Wir lernen von anderen — Soziologie, 4–6 Jahre

Erkenne, wie Menschen Wörter, Fähigkeiten, Gewohnheiten und Vorgehensweisen weitergeben. Soziologie, 4–6 Jahre.

Lernen wandert zwischen Menschen

Von anderen Menschen lernen wir mehr als nur Fakten. Wir schauen ab, wie man einen Löffel hält, lernen Wörter durch Zuhören und entdecken, wie man jemanden begrüßt oder ein Haustier versorgt. Menschen können absichtlich unterrichten, aber wir lernen auch, indem wir ihr Tun beobachten.

Warum lernen wir mit anderen?

Eine Person würde sehr lange brauchen, um jede nützliche Handlung allein zu entdecken. Durch Beobachten und Zuhören können wir Wissen nutzen, das andere schon gefunden haben. Familien, Freunde, Lehrkräfte und Gemeinschaften geben Arten des Sprechens, Herstellens, Problemlösens und Zusammenlebens weiter.

Eine Pflanze aussäen lernen

Maya möchte eine Bohne pflanzen. Zuerst zeigt ihr Großvater, wie man ein kleines Loch macht. Dann legt sie die Bohne hinein, bedeckt sie mit Erde und gibt Wasser dazu. Maya beobachtet die Schritte, probiert sie selbst aus und prüft täglich die Erde; das Wissen eines anderen Menschen ist zu ihrer Fähigkeit geworden.

Nachmachen ist nicht immer Lernen

Ein Kind kann denken, dass es eine Fähigkeit gelernt hat, wenn es genau dasselbe tut wie jemand anderes. Das klingt sinnvoll, weil Nachmachen bei einfachen Handlungen oft klappt. Lernen bedeutet aber auch verstehen, üben und merken, wann eine Änderung nötig ist; eine nachgemachte Handlung kann in einer neuen Situation unsicher oder unfreundlich sein.

Entdecke das Lernen

Zu Hause kannst du nach etwas suchen, das du von jemandem gelernt hast: ein Wort, einen Schritt eines Rezepts, ein Lied oder den sicheren Umgang mit einem Werkzeug. Frage, wer es dir gezeigt hat, und zeige die Fähigkeit weiter, wenn es sicher ist. So wird der Weg des Lernens sichtbar: Jemand gibt etwas weiter und jemand anderes führt es fort.

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