Das Immunsystem erkennt Krankheitserreger und reagiert auf sie — Naturwissenschaften, 14–17 Jahre
Das Immunsystem unterscheidet körpereigene Merkmale von Eigenschaften von Viren, Bakterien und anderen Gefahren. Es nutzt Barrieren, Zellen und Moleküle, um eine Infektion einzudämmen, und kann sich an manche Begegnungen erinnern.
Eine koordinierte Abwehr
Das Immunsystem ist weder ein einzelnes Organ noch eine einzelne Zelle. Haut und Schleim verhindern das Eindringen; weiße Blutkörperchen erkennen ungewöhnliche Moleküle, zerstören infizierte Zellen oder Mikroben und senden koordinierende Signale.
Das Problem, Eigenes und Fremdes zu unterscheiden
Zellen begegnen ständig Mikroben, doch ein Angriff auf alles würde den eigenen Körper schädigen. Immunerkennung löst dieses Problem, indem sie Gefahrenmuster angreift und körpereigene Zellen normalerweise toleriert.
Beispiel: eine Impfreaktion
Ein Impfstoff zeigt eine harmlose Form oder einen Teil eines Erregers. 1: Immunzellen erkennen sein Antigen. 2: Einige Lymphozyten bilden passende Antikörper und Gedächtniszellen. 3: Bei späterem Kontakt reagieren Gedächtniszellen schneller und verhindern oft eine schwere Erkrankung.
Die Antikörper-Falle
Es ist verständlich, Antikörper für allgemeine Waffen gegen jede Infektion zu halten. Tatsächlich sind sie hochspezifische Proteine, die an bestimmte Ziele binden, und nur ein Teil der Abwehr; auch Zellen, Barrieren und Entzündung sind wichtig.
Immunologie in der Medizin
Impfungen trainieren das Immungedächtnis, während Allergiebehandlungen harmlose, aber übermäßige Reaktionen abschwächen sollen. Ärztinnen und Ärzte nutzen außerdem Immuntests sowie Medikamente, die Teile der Abwehr verstärken, ersetzen oder unterdrücken.
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