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Religions- und Moralunterricht Klasse 5: Advent und Weihnachten: vorbereiten und feiern

Religions- und Moralunterricht, Klasse 5 (Portugal): Der Advent bereitet Weihnachten vor, das Fest der Geburt Jesu: wer in der Geschichte vorkommt, wo und wann sie spielt und wie Christen sie ausdrücken.

Advent: eine Zeit der Vorbereitung

Advent kommt vom lateinischen adventus, „Ankunft“. In der christlichen Tradition ist er die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten: Er dauert drei bis vier Wochen, gezählt in vier Sonntagen, und die Gemeinden begehen ihn mit Gebet, Warten und dem Adventskranz, an dem jeden Sonntag eine Kerze mehr brennt. Weihnachten, am 25. Dezember, feiert die Geburt Jesu. Christen sehen darin die Erfüllung einer von den Propheten angekündigten Hoffnung: dass Gott zu den Menschen kommen würde.

Wer ist wer in der Geschichte

Jede Gestalt von Advent und Weihnachten hat eine Rolle. Im Advent: der Prophet Jesaja, in dem Christen die Ankündigung eines Kindes lesen, das Frieden bringt; Johannes der Täufer, der dazu aufruft, den Weg zu bereiten; Maria, die Mutter Jesu; und Josef, ihr Mann. An Weihnachten: der neugeborene Jesus; die Engel, die die Nachricht bringen; die Hirten, die sie als Erste hören; und die Sterndeuter aus dem Osten, die mit Geschenken kommen. König Herodes ist über die Nachricht beunruhigt.

Fall: Wo und wann wurde Jesus geboren?

Lies es wie ein Historiker. Schritt 1 – die Quellen: die Evangelien nach Matthäus und Lukas, Jahrzehnte später von Christen geschrieben. Schritt 2 – der Ort: Betlehem in Judäa, eine kleine Stadt bei Jerusalem; Maria und Josef lebten in Nazaret in Galiläa. Schritt 3 – die Macht: das Römische Reich unter Kaiser Augustus, mit Herodes dem Großen als König von Judäa. Schritt 4 – die Zeit: Nach üblicher Chronologie starb Herodes 4 v. Chr.; die Geburt liegt also einige Jahre vor dem Jahr 1 unseres später berechneten Kalenders. Ergebnis: eine jüdische Familie in einem Land unter römischer Macht.

Evangelium oder spätere Tradition?

Vieles, was „alle wissen“, steht nicht in den Evangelien. Sie nennen kein Datum: Die Feier am 25. Dezember ist erst ab dem 4. Jahrhundert belegt. Matthäus spricht von Sterndeutern aus dem Osten, die Gold, Weihrauch und Myrrhe bringen; er sagt nicht, dass es drei oder Könige waren, und Namen wie Melchior, Kaspar und Balthasar stammen aus späterer Tradition. Um die Falle zu vermeiden, frage bei jedem Detail: Steht es im Text, oder wurde es später hinzugefügt?

Krippen, Lieder und Teilen

Christliche Gemeinden drücken Advent und Weihnachten in Kultur und Kunst aus: die Krippe, die die Tradition auf den heiligen Franziskus von Assisi in Greccio im Jahr 1223 zurückführt; Lieder wie „Stille Nacht“; den Adventskranz; sowie Gemälde und Musik, die die Geburt zeigen. Viele Gemeinden organisieren auch Sammlungen von Lebensmitteln, Kleidung und Spielzeug und Essen für Alleinstehende und verstehen das als gelebte Botschaft Jesu: eine gerechtere, menschlichere und verantwortungsvollere Gesellschaft aufzubauen.

Teste, was du gelernt hast

  1. Was ist der Advent in der christlichen Tradition?

    • a) Die Weihnachtsfeier selbst, am 25. Dezember
    • b) Die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten, in den Wochen davor
    • c) Die Zeit nach Weihnachten, im Anschluss an die Geburt Jesu

    Richtige Antwort: b) Die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten, in den Wochen davor — Richtig: Das Wort kommt vom lateinischen „Ankunft“ und wird mit Warten, Gebet und Adventskranz begangen.

  2. Welche Beschreibung des Schauplatzes der Geburt Jesu passt zu den Evangelien, wenn man sie wie ein Historiker liest?

    • a) Nazaret, wo Maria und Josef lebten, unter römischer Macht
    • b) Jerusalem, im Tempel, unter römischer Macht
    • c) Betlehem, in einem Land ohne fremde Herrschaft
    • d) Betlehem in Judäa, unter römischer Macht, zur Zeit König Herodes'

    Richtige Antwort: d) Betlehem in Judäa, unter römischer Macht, zur Zeit König Herodes' — Richtig: So schildern es die Evangelien nach Matthäus und Lukas, und es lässt sich mit der römischen und jüdischen Geschichte vergleichen.

  3. Welche Aussage trennt richtig, was das Matthäusevangelium über die Sterndeuter sagt, von dem, was spätere Tradition hinzufügte?

    • a) Matthäus nennt den 25. Dezember als Geburtsdatum Jesu
    • b) Matthäus sagt, drei Könige kamen: Melchior, Kaspar und Balthasar
    • c) Matthäus spricht von Sterndeutern aus dem Osten mit Geschenken; Zahl, Namen und „Könige“ kamen aus der Tradition

    Richtige Antwort: c) Matthäus spricht von Sterndeutern aus dem Osten mit Geschenken; Zahl, Namen und „Könige“ kamen aus der Tradition — Richtig: Frage bei jedem Detail, ob es im Text steht oder später hinzukam; so liest ein Historiker eine Erzählung.

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