Motivation und Belohnungen — Psychologie, 11–13 Jahre
Belohnungen können helfen, anzufangen oder dranzubleiben, wirken aber nicht bei jeder Tätigkeit gleich. Auch das, was wir wertschätzen, erwarten und selbst wählen, prägt unsere Motivation.
Was Motivation ist
Motivation ist das, was dich auf etwas zubewegt oder dir hilft, weiterzumachen. Sie kann aus Interesse, einem Ziel, der Ermutigung anderer oder einer Belohnung kommen; meist wirken mehrere Gründe zusammen.
Warum man sie untersucht
Lehrkräfte, Trainer und Familien müssen verstehen, warum jemand anfängt, weitermacht oder aufhört. Belohnungen können eine uninteressante Aufgabe lohnend genug zum Beginnen machen, doch allein auf sie zu setzen kann den persönlichen Sinn der Aufgabe verdecken.
Ein Beispiel Schritt für Schritt
Leo übt nicht gern Klavier und vereinbart deshalb, vor dem Spielen 15 Minuten zu üben. Am Montag hört er nach 10 Minuten auf, am Dienstag schafft er 15 und merkt, dass ein Lied besser klingt. Die Belohnung half beim Start, der Fortschritt gab ihm einen weiteren Grund.
Der häufige Irrtum
Es ist nachvollziehbar, Motivation als feste Menge zu sehen, die jemand hat oder nicht hat. Sie verändert sich mit Müdigkeit, Vertrauen, Schwierigkeit, Sinn und Art der Belohnung; „faul“ erklärt daher meist viel zu wenig.
Wo es hilft
Diese Idee hilft bei Hausaufgaben, Training oder einem schwierigen Projekt. Du kannst den ersten Schritt klein machen, ihn mit einem echten Ziel verbinden, Fortschritte verfolgen und Belohnungen überlegt wählen, statt alle mit demselben Trick motivieren zu wollen.
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