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Mentale Schemata — Psychologie, 14–17 Jahre

Schemata sind mentale Muster, die uns helfen, unser Wissen zu ordnen und typische Abläufe vorherzusagen.

Idee

Ein Schema ist eine geordnete Wissensstruktur, die aus wiederholten Erfahrungen entsteht. Es hilft uns, Wichtiges zu erkennen, fehlende Einzelheiten zu ergänzen und zu handeln, ohne jedes Mal von vorn anzufangen. Es ist nützlich, aber kein genaues Foto der Wirklichkeit; neue Situationen können nicht dazu passen.

Warum

Das Problem ist die Informationsflut: Die Welt liefert mehr Einzelheiten, als wir jede Sekunde sorgfältig prüfen können. Schemata machen das Denken schneller, weil sie eine erste Vorstellung von Personen, Orten und Ereignissen anbieten. Psychologen untersuchten sie, weil Gedächtnis und Verstehen keine passiven Aufnahmen sind: Erwartungen beeinflussen, was wir bemerken und erinnern.

Durchgearbeitetes Beispiel

Leo hat ein Schema für eine Bibliothek: leise Stimmen, Regale und das Ausleihen von Büchern. Als er eine unbekannte Bibliothek betritt, sucht er zuerst den Schalter und spricht leiser. Dann bemerkt er ein Café, das nicht zu seinem alten Muster passt. Er behält die nützlichen Teile und verändert sein Schema.

Häufige Falle

Die Falle besteht darin, ein Schema einfach mit einem Vorurteil oder einer bewussten Meinung gleichzusetzen. Viele Schemata sind alltägliche Hilfsmittel, etwa das Wissen, was in einem Restaurant normalerweise geschieht. Die Verwechslung ist verständlich, weil Schemata auch ungerechte Annahmen enthalten können; dennoch ist nicht jede Erwartung feindselig oder bewusst.

Wo es vorkommt

Schemata helfen beim Lesen, bei der Orientierung in einem unbekannten Gebäude und beim Erlernen einer Sport-Routine. Sie spielen auch beim Kennenlernen von Menschen eine Rolle, weil ein vertrautes soziales Muster ein Gespräch leiten kann. Wer Einzelheiten prüft, statt jede Person und Situation in ein altes Muster zu pressen, vermeidet Missverständnisse.

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