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Aufmerksamkeit wählt aus, was wir bemerken — Psychologie, 4–6 Jahre

Wir können nicht alle Geräusche, Formen und Gedanken gleichzeitig bemerken. Aufmerksamkeit hilft uns, uns auf einen Teil zu konzentrieren, kann sich aber bei etwas Neuem oder Wichtigem verschieben.

Ein Scheinwerfer für den Kopf

Stell dir eine kleine Taschenlampe vor, die eine Sache beleuchtet, während anderes dunkler bleibt. Aufmerksamkeit ist wie diese Lampe: Sie hilft, einer Stimme zuzuhören, eine Farbe zu suchen oder einen Schritt zu verfolgen. Was ausserhalb des Lichtkegels liegt, ist noch da, fällt aber vielleicht nicht sofort auf.

Warum brauchen wir Aufmerksamkeit?

Die Welt sendet mehr Bilder und Geräusche, als das Gehirn gleichzeitig genau untersuchen kann. Aufmerksamkeit filtert diese Flut, damit wir einen Raum durchqueren, eine Anweisung hören oder eine verlorene Socke finden. Sie hilft beim Handeln, verspricht aber nicht, alles zu bemerken.

Den roten Baustein finden

Auf einer Matte liegen zehn Bausteine, aber Leo soll den roten finden. Zuerst entscheidet er, wonach er sucht: nach Rot. Dann schaut er langsam über die Steine, statt den ersten zu nehmen. Er entdeckt drei rote, prüft die Form und wählt das rote Dreieck aus dem Bild.

Schauen heisst nicht immer bemerken

Ein Kind sagt vielleicht: Ich habe zum Regal geschaut, also muss ich das kleine Spielzeug gesehen haben. Das klingt logisch, weil die Augen in die richtige Richtung zeigen können. Doch die Aufmerksamkeit kann bei einer Geschichte oder einem Geräusch sein, sodass das Spielzeug übersehen wird. Darum braucht gründliches Suchen Zeit.

Aufmerksamkeit hält uns sicher

Beim Gehen nahe einer Strasse hilft Aufmerksamkeit, Gehweg, Fahrzeuge, Signale und die erwachsene Begleitperson zu bemerken. Sie macht die Strasse allein nicht sicher: Wir halten an, hören, schauen und befolgen Regeln. Dieselbe Fähigkeit hilft beim Einschenken von Wasser oder Tragen einer Schere.

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