Wie kann ich es wissen? — Philosophie, 4–6 Jahre
Etwas kann wahr sein, aber wie finden wir das heraus? Wir lernen, Hinweise zu beachten, sie zu prüfen und ehrlich zu sagen, wenn wir uns nicht sicher sind.
Wissen braucht Hinweise
Wissen ist mehr, als einen Gedanken oder eine Vermutung im Kopf zu haben. Du kannst schauen, zuhören, vorsichtig fühlen, dich erinnern, jemanden fragen oder eine Idee testen. Gute Hinweise machen eine Überzeugung sicherer; ohne Hinweis ist es ehrlich zu sagen: „Das weiß ich noch nicht.“
Warum prüfen?
Oft müssen wir handeln, bevor wir ganz sicher sein können. Ein Geräusch im Schrank kann von einer Katze, einem Spielzeug oder einer fallenden Schachtel kommen. Prüfen ist wichtig, weil eine schnelle Vermutung uns zum Öffnen, zum Holen von Hilfe oder zum Warten bringen kann, obwohl eine andere Handlung sicherer wäre.
Das verdeckte Spielzeug
Ein Tuch bedeckt ein Spielzeug. Schritt 1: Du siehst eine runde Beule und vermutest einen Ball. Schritt 2: Du fühlst eine harte Kante, die auch zu einem Spielzeugauto passen könnte. Schritt 3: Du hebst eine Ecke an und siehst vier schwarze Räder. Nun sprechen die Hinweise eher für „Auto“ als für „Ball“, auch wenn vollständiges Nachsehen die stärkste Prüfung wäre.
Jemand hat es gesagt
Es ist verständlich, einem Erwachsenen oder Freund zu glauben, weil Menschen uns vieles beibringen und meist helfen wollen. Doch die Sicherheit einer Person ist kein Beweis. Frage freundlich, was sie gesehen, gehört oder ausprobiert hat, und denke daran: Auch eine vertrauenswürdige Person kann sich irren.
Sicher herausfinden
Wir nutzen diese Idee, wenn wir prüfen, ob Essen noch frisch ist, einen verlorenen Handschuh suchen oder einschätzen, ob eine Pfütze tief ist. Wir sammeln sichere Hinweise, statt so zu tun, als wüssten wir es. Bei Gefahr heißt Prüfen: einen vertrauten Erwachsenen fragen, nicht anfassen oder probieren.
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