Warum für andere sorgen? — Philosophie, 4–6 Jahre
Kinder erforschen Fürsorge als das Bemerken der Bedürfnisse eines anderen Wesens und die Entscheidung zu helfen, nicht nur als Befolgen einer Regel oder Erwartung einer Belohnung.
Idee
Fürsorge heißt zu bemerken, dass jemand oder etwas Hilfe, Trost, Nahrung, Ruhe oder Schutz braucht, und zu reagieren, wenn wir können. Es geht um die Bedürfnisse des anderen, nicht nur darum, gut auszusehen.
Warum das wichtig ist
Menschen und Tiere sind aufeinander angewiesen, besonders wenn sie klein, krank, verletzt oder verängstigt sind. Philosophinnen und Philosophen fragen, ob eine gute Handlung nur uns hilft oder auch einem anderen Wesen ein besseres Leben ermöglicht.
Probier es aus
Die Schnecke der Klasse hat eine trockene Schale. Schau zuerst genau hin und bemerke, dass der Wasserbehälter leer ist. Frage dann einen Erwachsenen, wie viel Wasser sicher ist. Fülle ihn vorsichtig und prüfe später nach. Fürsorge beginnt mit Beobachten, braucht eine passende Handlung und schließt Nachschauen ein.
Ein häufiger Denkfehler
Man kann denken, Fürsorge bedeute, jemandem immer das zu geben, was er verlangt. Das ist verständlich, weil Geben freundlich wirkt. Doch Fürsorge braucht Aufmerksamkeit: zu viel Futter, eine gefährliche Rettung oder unerwünschtes Berühren können die Lage verschlimmern.
Außerhalb der Schule
Fürsorge zeigt sich, wenn wir jemandem mit einer Decke helfen, einem müden Kind Platz lassen, eine Pflanze sicher gießen oder bei einem verletzten Tier einen Erwachsenen holen. Wir helfen, ohne alles allein lösen zu müssen.
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