Musik erfinden — Musik, 4–6 Jahre
Improvisieren bedeutet, im Augenblick musikalische Entscheidungen zu treffen, statt eine gelernte Melodie genau zu wiederholen.
Jetzt etwas erfinden
Beim Improvisieren erfindest du jetzt einen musikalischen Klang oder eine Phrase, ohne vorher jeden Teil zu kennen. Du entscheidest, was als Nächstes kommt, und hörst, wie es klingt. Improvisieren ist kein zufälliges Geräuschmachen, sondern das Ausprobieren musikalischer Ideen im Moment.
Warum Musik erfinden?
Ein bekanntes Lied gibt einen Weg vor, aber manchmal hast du einen Klang oder ein Gefühl, das in kein fertiges Lied passt. Improvisieren hilft, diese neue Idee sofort auszudrücken. Menschen tun das schon sehr lange, besonders wenn sie Musik ohne schriftliche Anweisungen miteinander teilen.
Ein erfundenes Gewitter
Wir erfinden ein Gewitter mit drei Klängen. Zuerst tippst du mit zwei Fingern fünfmal leise: Tropf, tropf, tropf, tropf, tropf. Dann reibst du die Hände für ein längeres Rauschen. Zum Schluss klatschst du dreimal für den Donner. Du hast jeden Klang beim Bauen der Szene gewählt und damit improvisiert.
Es muss nicht perfekt sein
Ein häufiger Fehler ist, sofort aufzuhören, wenn ein erfundener Klang überraschend oder anders klingt. Das ist verständlich, denn gelernte Lieder haben eine erwartete Antwort, und ein neuer Klang kann falsch wirken. Beim Improvisieren liefert die Überraschung aber eine Information: Höre hin und entscheide, ob du sie behältst, veränderst oder beendest.
Im Augenblick gemachte Musik
Improvisieren kommt vor, wenn jemand ein Lied über ein Spiel erfindet, einen Klang für eine Geschichte gestaltet oder beim Spielen mit Freunden eine neue musikalische Idee ergänzt. Jazzmusiker und viele andere Künstler improvisieren ebenfalls auf der Bühne. Sie hören aufmerksam zu und treffen Entscheidungen; sie machen nicht einfach nur Lärm.
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