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Wie Medienbotschaften entstehen — Medien, 11–13 Jahre

Jeder Beitrag, jedes Video, jede Werbung und jede Nachricht wird von jemandem mit einem Grund gemacht. Lerne, die Entscheidungen hinter einer Medienbotschaft zu erkennen.

Eine Medienbotschaft wird gestaltet

Eine Medienbotschaft ist kein perfektes Fenster zur Wirklichkeit. Jemand wählt Wörter, Bilder, Geräusche, Reihenfolge und Länge aus und lässt anderes weg. Diese Entscheidungen lenken, worauf wir achten und wie wir uns fühlen können.

Warum nach den Entscheidungen suchen?

Früher behandelten viele Menschen gedruckte Nachrichten, Radio oder Fernsehen so, als würden sie die ganze Geschichte zeigen. Doch jedes Medium hat nur begrenzten Platz, Zeit und Aufmerksamkeit, deshalb muss jemand auswählen. Die Fragen „Wer hat das gemacht, für wen und warum?“ helfen beim Verstehen.

Beispiel: ein Ereignis, zwei Botschaften

Eine Schulmannschaft gewinnt 3:1. Beitrag A zeigt den Kapitän mit dem Pokal und schreibt: „Endlich Meister!“ Beitrag B zeigt einen stürzenden Verteidiger und schreibt: „Glücklicher Sieg.“ Das Ergebnis ist gleich, doch Bilder und Wörter betonen verschiedene Teile. Vergleiche, was jeder Beitrag zeigt, auslässt und in dir auslöst.

Falle: „Das ist nur ein Bild“

Es ist verständlich, einem klaren Foto zu vertrauen, weil eine Kamera etwas festhält, das wirklich passiert ist. Die Falle besteht darin zu vergessen, dass ein echter Moment zugeschnitten, gestellt, bearbeitet oder ohne Zusammenhang gezeigt werden kann. Frage vor einem Urteil, was kurz davor und danach geschah.

Anwendung: die Gestaltung lesen

Nutze diese Idee bei einem dramatischen Vorschaubild, einem Plakat, einem kurzen Video oder einer Schlagzeile. Achte auf Urheber, Zielgruppe, Zweck, ausgewählte und fehlende Einzelheiten. Du musst die Botschaft nicht ablehnen; prüfe erst ihre Gestaltung, bevor du ihr vertraust oder sie teilst.

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