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Wer erzählt die Geschichte? — Literatur, 4–6 Jahre

Achte darauf, ob eine Geschichte „ich“ benutzt oder von jemandem als „er“, „sie“ oder „sie“ erzählt.

Idee

Eine Geschichte hat eine Stimme, die uns erzählt, was geschieht. Manchmal sagt diese Stimme „ich“: „Ich sah einen Fuchs.“ Manchmal spricht sie über jemand anderen: „Mia sah einen Fuchs.“ Die Wörter können zeigen, wer erzählt.

Warum

Wer zuhört, muss wissen, durch wessen Augen und Ohren die Geschichte erzählt wird. Früher erzählten Menschen Geschichten mündlich; später nutzten Schreibende Wörter wie „ich“ oder Namen als Orientierung. Die Erzählstimme zeigt, was der Erzähler wissen kann.

Beispiel

Lies: „Ich öffnete das Tor. Ich hörte ein Bellen, aber ich konnte den Hund nicht sehen.“ Das Wort „ich“ zeigt, dass die Stimme das Ereignis selbst erlebt. Wir wissen, was sie hört, aber nicht, was hinter dem Tor ist. Das ist ihr Blickwinkel.

Ein häufiger Irrtum

Leicht denkt man, die zuerst genannte Person erzähle immer die Geschichte. Das ist verständlich, weil Namen oft am Anfang stehen. Suche stattdessen nach Hinweisen wie „ich“ oder „wir“: Eine Geschichte kann Leo erwähnen, ohne von Leo erzählt zu werden.

Außerhalb der Schule

Die Erzählstimme findest du in einem Gute-Nacht-Buch, einem Tagebuch, einem Puppenspiel oder einer Familiengeschichte. Erzähle ein kleines Ereignis zweimal: zuerst „Ich fand die Muschel“, dann „Sam fand die Muschel“. Achte darauf, wie sich die Erzählung verändert.

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