Sinneseindrücke — Literatur, 7–10 Jahre
Achte darauf, wie ein Schriftsteller eine Szene sehen, hören, riechen, schmecken oder fühlen lässt.
Idee
Eine Geschichte kann deinen Sinnen kleine Hinweise geben: das Kratzen eines Wollpullovers, der Geruch nasser Erde oder die Kälte in der Luft. Solche Details lassen einen Ort im Kopf lebendig werden, obwohl die Seite nicht wirklich riechen oder dich berühren kann.
Warum man es nutzt
Ein einfacher Satz kann sagen, wo jemand ist, und trotzdem kaum etwas im Kopf entstehen lassen. Schriftsteller fügen Sinneseindrücke hinzu, damit Leser ein eigenes Bild bauen können. Es geht nicht um jedes Detail, sondern darum, einen Augenblick wirklich wirken zu lassen.
Beispiel Schritt für Schritt
Beginne mit: Das Mädchen öffnete das Gartentor. Ergänze, was sie hört: Das Tor quietschte. Ergänze, was sie fühlt: Das kalte Metall biss in ihre Finger. Ergänze einen Geruch: Rosmarin erfüllte die Luft. Die fertige Fassung gibt drei Hinweise und macht die Handlung deutlicher.
Häufiger Fehler
Ein häufiger Fehler ist, jedes mögliche Detail einzubauen: Farbe, Form, Geräusch, Geruch und Geschichte jedes Gegenstands. Das ist verständlich, weil mehr Hinweise lebendiger wirken können. Zu viele verdecken aber die wichtige Handlung. Wähle die zwei oder drei, die in diesem Augenblick zählen.
Außerhalb der Schule
Sinneseindrücke findet man in Geschichten, Gedichten, Reiseberichten und Speisebeschreibungen. Eine Speisekarte kann von knusprigem Teig und warmem Zimt sprechen, damit du dir den Geschmack vorstellst. Ein Naturführer kann einen Vogel an seinem scharfen Ruf erkennen lassen.
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