Reim — Literatur, 7–10 Jahre
Entdecke, wie Wörter mit ähnlichen Endklängen Gedichte einprägsam und musikalisch machen. Literatur, 7–10 Jahre.
Idee
Wörter reimen sich, wenn ihre Endklänge ähnlich sind, wie Haus und Maus. Die Schreibweise muss nicht gleich aussehen, und die Wörter müssen nicht mit demselben Laut beginnen. Ein Reim kann eine Zeile einprägsam, lustig oder beim Hören befriedigend machen.
Warum man es nutzt
Ein Gedicht trägt Gedanken durch Klang und Bedeutung. Reime geben Zuhörern ein Muster und helfen, das Kommende vorherzusagen und zu behalten. Besonders nützlich waren sie beim lauten Vortragen von Gedichten und Liedern; ein Autor kann den Reim aber absichtlich brechen, um zu überraschen.
Beispiel Schritt für Schritt
Nimm das Paar Haus und Maus. Sprich nur die Enden: aus und aus; sie klingen gleich, also reimen sich die Wörter. Probiere nun Haus und Fisch: aus und isch; sie passen nicht zusammen. Setze den Reim in zwei Zeilen: Die Maus fand ein Haus. Sie schaute heraus.
Häufiger Fehler
Ein häufiger Fehler ist, Reime nach der Schreibweise oder den ersten Buchstaben zu beurteilen. Das scheint logisch, weil geschriebene Wörter fest aussehen, aber Reim hört man. Sehr verschiedene Wörter können sich reimen, ähnliche nicht; sprich sie laut und achte auf die Endklänge.
Außerhalb der Schule
Reime gibt es in Liedern, Kinderreimen, Werbesprüchen, Witzen und Merkhilfen. Eine kurze Sicherheitsbotschaft kann sich reimen, damit man sie leicht wiederholt. Ein Sänger wählt vielleicht einen Reim für die Melodie; ein Dichter kann ihn vermeiden, wenn ein schlichtes, unerwartetes Ende besser klingt.
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