Subjekt und Objekt haben verschiedene Aufgaben — Sprache, 11–13
Wer handelt und wer betroffen ist, hilft dir, den Sinn auch in langen Sätzen zu verfolgen.
Idee
Das Subjekt ist die Person, das Tier oder die Sache, die im Satz handelt oder beschrieben wird. Das Objekt ist oft das, worauf die Handlung wirkt. In „Der Fuchs jagte das Kaninchen“ ist „Fuchs“ das Subjekt und „Kaninchen“ das Objekt; vertauschst du sie, ändert sich der Sinn.
Warum das wichtig ist
Du musst die Rollen verfolgen, weil ein Satz mehrere Personen und Dinge nennen kann. Die Stellung hilft oft, reicht aber nicht immer: „Der Lehrer dankte dem Schüler“ ist nicht dasselbe wie „Der Schüler dankte dem Lehrer“. Die Rollen zu bestimmen verhindert, dass du nur nach den Nomen rätst.
Beispiel
Nimm den Satz „Der Sturm drückte das Boot auf die Felsen zu“. Frage, wer die Handlung ausführt: der Sturm, also ist er das Subjekt. Frage, was bewegt wurde: das Boot, also ist es das Objekt. „Auf die Felsen zu“ nennt die Richtung, nicht den Handelnden.
Häufige Falle
Es ist verständlich, immer das erste Nomen als Subjekt zu wählen. Im Deutschen steht es oft am Anfang, deshalb funktioniert diese Abkürzung häufig, aber nicht immer. Fragen, ungewöhnliche Stellung und Passivsätze können den Handelnden verbergen. Frage, wer handelt oder betroffen ist, statt nur auf die Position zu vertrauen.
Außerhalb der Schule
Das ist nützlich, wenn du eine Nachricht liest, ein Rezept befolgst oder einen Gruppenchat verstehen willst. „Alex sagte Sam, dass Jordan angerufen hat“ enthält drei Personen mit verschiedenen Rollen. Wenn du sie bestimmst, beschuldigst du nicht die falsche Person und führst keine falsche Handlung aus.
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