Geschichten haben eine Reihenfolge — Sprache, 4–6 Jahre
Eine Geschichte ergibt mehr Sinn, wenn wir wissen, was zuerst, danach und zuletzt geschah.
Zuerst, dann, zuletzt
Geschichten und Erklärungen erzählen Ereignisse oft in einer Reihenfolge. „Zuerst“ zeigt den Anfang, „dann“ das Folgende und „zuletzt“ das Ende. Die Reihenfolge hilft der zuhörenden Person, sich ein Bild zu machen, statt vermischte Teile zu bekommen.
Warum ist die Reihenfolge wichtig?
Wenn jemand sagt: „Der Kuchen wurde gegessen, dann stellten wir ihn in den Ofen“, ist das schwer zu verstehen, weil die Ereignisse rückwärts stehen. Menschen ordnen Wörter und Ereignisse, um zu erklären, was geschah, Anweisungen zu geben und verständliche Geschichten zu erzählen. Die Reihenfolge verbindet einzelne Momente.
Drei Bilder ordnen
Stell dir drei Bilder vor: einen Samen, eine Blume und einen Apfel. 1. Lege den Samen zuerst hin, weil die Pflanze dort beginnt. 2. Lege die Blume danach hin, weil sie vor der Frucht erscheint. 3. Der Apfel kommt zuletzt. Sag nun: „Zuerst wächst der Samen, dann kommt eine Blume und zuletzt der Apfel.“
Ein wahres Ereignis kann an der falschen Stelle stehen
Du könntest ein Bild an den Anfang legen, weil es wichtig, bunt oder leicht zu erkennen ist. Das ist verständlich: Wichtigkeit und Reihenfolge ordnen beide Gedanken. Eine Geschichte fragt aber, wann etwas geschah, nicht nur, ob es geschah. Frage: „Was musste davor passieren?“
Die Reihenfolge hilft im Alltag
Du benutzt eine Reihenfolge, wenn du erklärst, wie man Hände wäscht: Wasser aufdrehen, Seife nehmen, reiben, abspülen und abtrocknen. Du nutzt sie auch, wenn du erzählst, was auf dem Spielplatz passiert ist. Eine klare Reihenfolge hilft anderen, deinen Anweisungen zu folgen oder dein Erlebnis zu verstehen.
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