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Anachronismus: falsche Zeiten verbinden — Geschichte, 11–13 Jahre

Ein Anachronismus ist etwas, das in einen geschichtlichen Zusammenhang gesetzt wird, in dem es noch nicht existierte oder etwas anderes bedeutete. Wer ihn erkennt, stellt bessere Fragen an Erzählungen und Quellen.

Ein Hinweis aus der falschen Zeit

Ein Anachronismus ist eine Person, ein Gegenstand, ein Wort oder eine Idee, die in eine Zeit gesetzt wird, in die sie nicht gehört. Ein mittelalterlicher Ritter mit einem Handy wäre ein klares Beispiel. Schwieriger ist es, wenn der Gegenstand existierte, aber anders benutzt wurde oder etwas anderes bedeutete.

Warum die Zeit prüfen?

Heutige Gewohnheiten machen die Vergangenheit vertrauter und eine Geschichte leichter verständlich. Das Problem: Dadurch kann sich unbemerkt ändern, was Menschen tun, wissen oder glauben konnten. Historiker prüfen Daten und Bedeutungen, damit die Vergangenheit nicht wie die Gegenwart aussieht.

Eine Szene prüfen

Stell dir eine Geschichte vor, die 1666 in London spielt und von einer jeden Morgen gedruckten Zeitung erzählt. Prüfe zuerst das Datum des Großen Brandes: 1666. Frage dann, wann Tageszeitungen üblich wurden, und suche Belege. Nachrichtenblätter gab es, eine moderne Tageszeitung könnte aber anachronistisch sein.

Die Falle: „alt bedeutet gleich“

Ein häufiger Fehler ist, jedes modern wirkende Wort oder Objekt abzulehnen oder einem alten Gegenstand den heutigen Zweck zuzuschreiben. Das ist verständlich, weil vieles seinen Namen oder seine Form behält. Die wichtige Frage lautet nicht nur „Gab es das?“, sondern auch „Was bedeutete es damals und wie wurde es benutzt?“

Wo es hilft

Anachronismen findet man in Filmen, Romanen, Museen, Werbung und Bildern im Internet. Sie helfen einzuschätzen, ob eine historische Szene sorgfältig erforscht oder hauptsächlich zur Unterhaltung gestaltet wurde. Ein Anachronismus macht nicht die ganze Geschichte wertlos; er zeigt, welche Einzelheiten man prüfen sollte.

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