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Aufzeichnungen wurden aus einem Grund gemacht — Geschichte, 4–6 Jahre

Ein Brief, eine Liste, ein Foto oder ein Schild wurde für einen bestimmten Zweck gemacht. Wenn wir fragen, warum es entstand, verstehen wir besser, was es zeigt und was fehlen kann.

Jede Aufzeichnung hat einen Zweck

Eine Aufzeichnung wird gemacht, um Informationen aufzubewahren, zu zeigen oder zu senden. Eine Einkaufsliste erinnert an das Nötige; ein Foto kann zeigen, wer zusammen war; ein Brief bringt Worte zu einem anderen Menschen. Weil jede Aufzeichnung einen Zweck hat, zeigt sie nicht alles von einem Tag.

Warum fragen, wozu es gemacht wurde?

Eine Aufzeichnung kann nützlich sein und trotzdem nur einen Teil zeigen. Ein Porträt zeigt meist Menschen beim Posieren, nicht die Abwesenden; eine Schulliste nennt Namen, nicht das Geschehen zu Hause. Der Zweck hilft uns, sie fair zu lesen und nicht als vollständiges Bild zu behandeln.

Eine Postkarte lesen

Eine Postkarte aus dem Jahr 1932 zeigt einen Blick aufs Meer und sagt: Wir haben schöne Ferien. Zuerst erkennen wir ihren Zweck: eine kurze Nachricht senden und einen Ort zeigen. Dann wissen wir, dass der Absender an der Küste war. Wir können nicht schließen, dass die ganze Stadt immer voll war oder jeder Tag glücklich verlief.

Die Falle: Das ganze Bild zu glauben

Ein schönes Foto oder ein fröhlicher Brief kann wie ein vollständiges Fenster in die Vergangenheit wirken. Das ist verständlich, weil die Aufzeichnung echt und persönlich aussieht. Doch ihr Urheber wählte den Moment, die Worte oder den Blick; deshalb fragen wir, was außerhalb des Bildes blieb und nicht aufgeschrieben wurde.

Schilder und Fotos lesen

Alte Schilder und Fotos können helfen, eine Straße, ein Geschäft oder eine Reise zu verstehen. Wir fragen, wer sie gemacht hat, wer sie sehen sollte und worauf aufmerksam gemacht werden sollte. Das gilt auch für Familienalben: Ein ausgewähltes Foto kann zeigen, woran sich jemand erinnern wollte.

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