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Globale atmosphärische Zirkulation — Geografie, 11–13

Warum warme Luft an manchen Orten aufsteigt und anderswo absinkt und so große Wind- und Niederschlagsmuster bildet.

Luft in Bewegung rund um die Erde

Die Sonne erwärmt die Erde ungleich: Am Äquator trifft mehr direkte Energie ein als an den Polen. Warme Luft steigt eher auf, kühle Luft sinkt eher ab; dadurch entstehen große Zirkulationszellen zwischen Tief- und Hochdruckgebieten. Die Erdrotation lenkt die Luft ab, sodass Windgürtel statt eines einfachen Flusses von Norden nach Süden entstehen.

Warum dieses Muster entsteht

Ohne Zirkulation würde sich der Äquator weiter erwärmen und die Pole würden weiter abkühlen; die Temperaturunterschiede würden größer. Bewegte Luft verteilt Energie über den Planeten und gleicht die Erwärmung teilweise aus. Das Modell erklärt, warum manche Breitengürtel meist feucht und andere meist trocken sind, obwohl sich das lokale Wetter ständig ändert.

Beispiel: aufsteigende Luft

Am Äquator erwärmt die starke Sonneneinstrahlung den Boden und die Luft darüber. Die warme Luft dehnt sich aus, wird weniger dicht und steigt auf; dadurch entsteht am Boden ein Tiefdruckgebiet. Beim Aufsteigen kühlt sie ab, Wasserdampf kann zu Wolken kondensieren, und deshalb fällt am Äquator oft viel Regen. In der Höhe strömt die Luft weiter, bevor sie anderswo absinkt.

Die Falle des einfachen Windes

Es ist nachvollziehbar, sich Luft als geraden Strom vom warmen Äquator zu den kalten Polen vorzustellen. In Wirklichkeit bilden auf- und absteigende Luft mehrere Zellen, und die Erdrotation ändert ihre Richtung. Außerdem stören Gebirge, Meere und Jahreszeiten das Grundmuster, sodass es Tendenzen erklärt, aber nicht das genaue Wetter morgen.

Wo es vorkommt

Diese Idee erklärt, warum sich Regenwälder nahe am Äquator häufen und viele Wüsten ungefähr bei 30° nördlicher oder südlicher Breite liegen. Sie hilft bei der langfristigen Planung von Landwirtschaft, Wasserversorgung und Standorten für Windenergie. Für kurzfristige Vorhersagen ergänzen Meteorologinnen und Meteorologen lokale Daten wie Meerestemperaturen und Drucksysteme.

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