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Elastizität: wie stark sich eine Menge ändert — Wirtschaft, 14–17

Die Elastizität misst, wie stark sich Käufe oder Verkäufe ändern, wenn sich ein Preis, das Einkommen oder eine andere Bedingung ändert. Sie erklärt, warum dieselbe Preiserhöhung verschiedene Produkte und Menschen unterschiedlich trifft.

Idee

Die Elastizität fragt: Wenn sich eine Sache ändert, wie stark reagiert eine andere? Eine kleine Preiserhöhung kann Kinokarten deutlich weniger verkäuflich machen, den Verkauf lebenswichtiger Medikamente aber kaum verändern. So lassen sich Reaktionen vergleichen.

Warum man sie braucht

Nur zu wissen, dass die Nachfrage bei einem höheren Preis sinkt, reicht einem Geschäft, einem Staat oder einem Haushalt nicht. Wichtig ist, ob die Verkäufe um 2 % oder 30 % fallen, denn davon hängen Einnahmen und Steuerwirkung ab. Die Elastizität vergleicht solche Änderungen in Prozent.

Beispiel Schritt für Schritt

Eine Kinokarte wird von 10 € auf 12 € teurer, während die Wochenverkäufe von 100 auf 80 sinken. Nach der Mittelpunktmethode ändert sich der Preis um 2/11 = 18,2 % und die Menge um -20/90 = -22,2 %. Die Elastizität ist -22,2/18,2 ≈ -1,22: Die Verkäufe reagieren überproportional.

Die Falle

Ein häufiger Fehler ist, jede Änderung durch den Anfangswert zu teilen und das Ergebnis als umkehrbar zu behandeln. Das wirkt vernünftig, weil man Änderungen oft vom Ausgangspunkt aus berechnet. Aber von 10 € auf 12 € sind es 20 % mehr, zurück von 12 € auf 10 € nur 16,7 % weniger; die Mittelpunktmethode vermeidet dieses Problem.

Wo sie vorkommt

Unternehmen nutzen Elastizität, wenn sie Preise testen: Ein höherer Preis kann die Einnahmen steigern, wenn Kunden ihr Kaufverhalten kaum ändern, sie aber senken, wenn Kunden schnell ausweichen. Auch Staaten schätzen damit die Wirkung von Steuern auf Treibstoff, Tabak oder öffentliche Verkehrsmittel. Die Schätzung ist nicht magisch; Gewohnheiten und Alternativen können sie verändern.

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