Entscheiden mit begrenzten Mitteln — Wirtschaft, 4–6 Jahre
Es gibt nur eine begrenzte Zahl an Minuten, Dingen und Münzen. Wenn wir eine Möglichkeit wählen, müssen wir eine andere vielleicht auf später verschieben.
Entscheiden heißt, etwas anderes zu lassen
Oft haben wir weniger Mittel als Möglichkeiten: Eine Stunde, drei Buntstifte oder zwei Münzen können nicht alles ermöglichen. Entscheiden heißt, das Vorhandene für eine Möglichkeit statt für eine andere zu nutzen. Das Zurückgelassene kann später gewählt werden, aber nicht gleichzeitig mit demselben Mittel.
Warum sind Entscheidungen wichtig?
Diese Idee löst ein Alltagsproblem: Zeit, Platz, Material und Energie gehen aus. Früher wie heute müssen Menschen entscheiden, wie sie das Vorhandene nutzen, weil es nicht für jede mögliche Tätigkeit reicht. Über Entscheidungen nachzudenken hilft, Mittel sorgfältig zu verwenden und Gründe zu erklären.
Ein Nachmittag, zwei Pläne
Leo hat vor dem Abendessen 30 Minuten. Einen Turm zu bauen dauert 20 Minuten, eine Karte zu zeichnen ebenfalls. Er entscheidet sich für den Turm, also bleiben 10 Minuten übrig; das reicht nicht für die Karte. Schritt für Schritt: Zeit prüfen, Pläne vergleichen, einen wählen und daran denken, dass der andere warten muss.
Eine Sache wählen heißt nicht, alles zu haben
Man denkt leicht: „Ich kann beides machen“, besonders wenn jede Tätigkeit kurz oder spannend wirkt. Addiert man jedoch die Zeiten, den Platz oder das Material, passt vielleicht nicht alles zusammen. Das ist ein verständlicher Fehler: Unser Kopf sieht die einzelnen Möglichkeiten zuerst und die Gesamtgrenze erst später.
Ein begrenztes Mittel teilen
In einer Klasse gibt es vielleicht vier grüne Stifte für sechs Kinder. Die Gruppe kann sie teilen, sich abwechseln oder andere Farben wählen. Die gleiche Art von Entscheidung gibt es, wenn eine Familie nur ein ruhiges Zimmer zum Lesen, Ausruhen oder Reden hat: Der Platz kann nicht allen Plänen gleichzeitig dienen.
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